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Lexikon Investmentfonds - Seite 5

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Anlagestrategie

Als Anlagestrategie bezeichnet man die Entscheidungsgrundlage von privaten und institutionellen Anlegern bei ihren Investments. Dabei geht es vor allem um die Abwägung zwischen Rendite und Risiko. Anlagestrategien berücksichtigen sowohl Anleger als auch Anlageklassen. Klassischerweise unterscheidet man zwischen konservativen und risikobereiten Anlegern.

Konservative oder risikofreudige Anlagestrategie

Vorsichtige Anleger setzen auf Sicherheit. Sie entscheiden sich meist für konservative, risikoarme Werte. Das können beispielsweise Anleihen mit kurzer Laufzeit sein. Risikofreudige Anleger nehmen höhere Risiken für höhere Renditen in Kauf. Ihre Anlagestrategie ist aggressiv. Sie investieren in Papiere, wie Optionsscheine oder Zertifikate. Zudem schichten sie ihr Depot häufig um.

Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle bei der Wahl der Strategie. Wichtig sind die finanziellen Voraussetzungen und die Ziele der Anleger. Beispielsweise ob langfristig Vermögen aufgebaut werden soll oder ob das eingesetzte Kapital jederzeit verfügbar sein soll. Für einzelne Anlageklassen gibt es saisonale oder zyklische Strategien, Makrostrategien und viele andere mehr. Doch eine einzelne, allen überlegene Strategie gibt es nicht. Die Anlagestrategie muss zum Anleger passen.

Aktiver und passiver Ansatz der Anlagestrategie

Für die Verwaltung eines Portfolios gibt es den aktiven und den passiven Ansatz. Bei der aktiven Strategie sucht der Anleger nach Werten mit Wachstumspotential. Analysten versuchen unterbewertete Titel aufzuspüren. Auch das Timing ist wichtig, der geeignete Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf. Aktiv gemanagte Fonds messen sich an einem Vergleichsindex. So sieht man, wie der jeweilige Fonds im Vergleich zur Benchmark abgeschnitten hat.

Beim passiven Anlageansatz geht es nicht darum, eine bessere Rendite als der Vergleichsindex zu erzielen. Ziel ist es viel mehr, den Index nachzubilden. So will man eine vergleichbare Rendite bei vergleichbarem Risiko erreichen. Daher sind Research und Prognosen von Analysten beim passiven Ansatz nicht entscheidend.

Zyklische Anlagestrategie

„Sell in May and go away“ lautet eine bekannte Börsenregel. Diese Anlagestrategie empfiehlt, dass man im Mai verkauft und das Geld auf dem Festgeldkonto parkt. In der Vergangenheit hat diese Devise häufig zu einer besseren Wertentwicklung geführt als hätte man nicht verkauft. Das belegen Untersuchungen aus Großbritannien und den USA. Die Gründe sind allerdings nicht ganz klar. Einen Hinweis könnte eine Studie einer Investmentbank geben. Darin war aufgefallen, dass institutionelle Anleger wie Banken oder Pensionsfonds etwa 32 Prozent der Kundengelder im ersten Quartal und 29 Prozent im vierten Quartal anlegen. Zudem ist die Hauptferienzeit im Sommer und viele Anleger räumen ihr Portfolio vorher auf. Daher lautet der zweite Teil der Börsenregel auch „but remember to come back in September“. Man sollte also nicht vergessen, im Herbst wieder einzusteigen.

200-Tage-Linie

Eine andere zyklische Strategie ist die 200-Tage-Linie. Hier zählt man die Schlusskurse der letzten 200 Tage zusammen und berechnet daraus einen Mittelwert berechnet. Die Verbindung der einzelnen Durchschnittskurse ergibt eine Linie, den gleitenden Durchschnitt. Liegt der aktuelle Kurs über dieser Linie, lässt sich ein Aufwärtstrend ableiten. Liegt er darunter, ist ein Abwärtstrend zu erkennen. Die 200-Tage-Regel wurde häufig überprüft und auch anderen Zeiträumen gegenübergestellt. Aber Berechnungen haben belegt, dass der Zeitraum von 200 Tagen tatsächlich besonders aussagekräftig ist. Allerdings greift diese einfache Regel nicht immer. Manchmal klettern Werte über den Mittelwert und sacken dann doch wieder darunter zurück. Experten raten daher, die 200-Tage-Linie lediglich als Indikator für Ein- oder Ausstieg in ein Investment zu betrachten. Als alleinige Anlagestrategie sollte sie jedoch nicht dienen.

Pantoffel-Portfolio

Unter einem Pantoffel-Portfolio versteht man eine äußerst bequeme Anlagestrategie. Diese Portfolios verbinden Sicherheit (durch die Anlage in Zinsanlagen) und Rendite (durch die Anlage in Aktien) miteinander. Beide Bausteine lassen sich mit unterschiedlicher Gewichtung miteinander kombinieren. Ein Pantoffel-Portfolio-25 hat 25 Prozent Aktien und 75 Prozent Zinsanlagen. Beim Pantoffel-Portfolio-75 ist es genau umgekehrt – Aktien machen 75 Prozent aus, Zinsanlagen 25 Prozent.

Makro-Strategien

Makro-Strategien gründen sich auf Faktoren wie Zinsentwicklung oder Inflation, um den Zeitpunkt des Ein- und Ausstiegs in ein Investment zu bestimmen. Auch die Entwicklung der Währung zählt zu den makroökonomischen Daten.

Kombination von Anlagestrategien

Wie bei der Zusammensetzung des Portfolios sollten Anleger auch bei der Anlagestrategie auf Diversifikation setzen. Jede Anlagestrategie hat Stärken und Schwächen – je nach Börsenphase.

Informationen zur Anlagestrategie gibt es also in der Kaufbroschüre jedes Investmentfonds. Sie ist die Richtlinie für das Fondsmanagement.

 

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Risikoklasse

Ob Aktie, Anleihe oder Investmentfonds – alle Finanzprodukte müssen in Risikoklassen eingestuft werden. Das soll es für Anleger einfacher machen, Risiken von Verlust, Rendite und Liquidität einer Geldanlage besser einzuschätzen. Seit der Neuregelung der EU-Vorgaben zum Wertpapierhandel, kurz MiFID II, die 2018 in Kraft trat, werden Risiken in sieben Risikoklassen eingeteilt. Vorher wurden üblicherweise fünf Risikoklassen verwendet, was manche Bankinstitute intern auch weiterhin tun. Es gibt darüber hinaus aber noch mehrere andere Risikoklassifizierungen. Die Risikoklasse muss auf dem Verkaufsprospekt jedes Finanzprodukts stehen. Das soll für mehr Transparenz bei der Anlageberatung sorgen und Produkte europaweit besser vergleichbar machen.

Wie sie ihre Produkte einstufen, ist Banken und Vermögensverwaltern selbst überlassen. Angebotene Produkte müssen zum Anlageziel, den finanziellen Möglichkeiten und Kenntnissen der Kunden passen. Da die Risikoklassifizierung vor allem für die Anlageberatung wichtig ist, werden häufig auch Kunden nach diesem Schema kategorisiert. Grundsätzlich gilt, dass das Risiko eines Finanzproduktes zum Risikoprofil des Anlegers passen muss.

Je höher die Risikoklasse, desto höher das Verlustrisiko

Die niedrigste Risikoklasse (1) steht für ein relativ sicheres Investment. Je höher die Risikoklasse, desto größer das Verlustrisiko. Die Risikoklassen geben die Beziehung von Rentabilität, Sicherheit und Liquidität wieder – dem sogenannten „Magischen Dreieck“. Denn diese drei Kriterien stehen bei jeder Geldanlage in einem bestimmten Verhältnis. Sind für einen Anleger vor allem Sicherheit und Liquidität wichtig, geht das auf Kosten der Rendite. Ist die Rendite das entscheidende Kriterium, muss man bei Sicherheit und Liquidität Abstriche machen. Anlagen in riskante Wertpapiere werden also meist mit der Möglichkeit einer höheren Rendite belohnt. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit des Verlustes von Kapital aber ebenfalls höher.

Das System der Risikoklassen gilt für alle Finanzprodukte. Investmentfonds haben eine eigene Klassifizierung, den sogenannten Risiko- und Ertragsindikator, kurz SRRI. Er klassifiziert einzelne Fonds ebenfalls auf einer Skala von 1 bis 7.

Die Risikoklassen im Einzelnen

Risikoklasse 1: Sicherheit, Erhalt des eingesetzten Kapitals und kurzfristige Verkaufsmöglichkeiten stehen im Vordergrund. Das Risiko, einen Verlust zu erleiden, ist sehr gering. Darunter fallen Produkte wie Sparbriefe, Tagesgeld, kurzfristiges Festgeld, aber auch Bausparverträge oder Euro-Geldmarktfonds. Die Anlagedauer spielt keine Rolle.

Risikoklasse 2 ist sicherheitsorientiert. Produkte in diesem Bereich sind herkömmlich Kapital­lebens­versicherungen oder Rentenfonds mit ausgezeichneter Bonität. Der Anlagehorizont sollte langfristig sein.

Risikoklasse 3 ist konservativ sicherheitsorientiert. Zum Zinsrisiko kommt hier noch das Kursrisiko. In diese Risikoklasse fallen festverzinsliche Wertpapiere, geldmarktnahe Fonds, Euro-Anleihen mit guter Bonität oder Mischfonds.

Risikoklasse 4 ist solide ertragsorientiert. Es besteht ein Zins- und ein deutliches Kursrisiko. Aktien, Aktienfonds, ETFs mit europäischen Standardwerten oder internationale Rentenfonds fallen darunter.

Risikoklasse 5 ist konservativ wachstumsorientiert. In dieser Risikoklasse finden sich OTC Aktien, Aktien aus Drittländern, Währungsanleihen mit mittlerer Bonität und Hochzins-Staatsanleihen.

Risikoklasse 6 ist wachstumsorientiert und spekulativ. Optionsscheine, Futures, Schrottanleihen und Dividendenfonds gehören in diese Kategorie.

Risikoklasse 7 ist extrem spekulativ. Hedgefonds, Drittländerfonds und Branchenfonds zählen zur höchsten Risikoklasse.

Verlustrisiken haben verschiedene Ursachen

Die Risikoklassen werden anhand des möglichen Verlustes eingeteilt. Es gibt eine Reihe von Risiken, die zum Verlust führen können: Da ist zunächst das Ausfallrisiko, das heißt, dass ein Unternehmen oder Staat Bankrott geht und seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Auch Änderungen des allgemeinen Marktzinses können zu Kursverlusten führen. Man spricht hier vom Zinsänderungsrisiko. Jede Geldanlage birgt das Risiko, dass die Rendite durch eine hohe Inflationsrate aufgefressen wird bzw. dadurch sogar Verluste drohen. Das ist das Inflationsrisiko.

Das Wechselkursrisiko bezeichnet das Risiko eines Wertverlusts der Anlage in einer fremden Währung, wenn der Wechselkurs sich verändert. Das Kursrisiko ist ganz allgemein das Risiko, dass es bei Aktien oder anderen Wertpapieren zu Kursverlusten kommt. Die Kursschwankungen können ganz unterschiedliche Ursachen haben. All diese Risiken fließen in die Einstufung einer Anlage mit ein. Meistens wird das durchschnittliche Verlustpotential eines Finanzinstruments beispielsweise in einem Zeitraum von zwölf Monaten berechnet. Je geringer das Verlustpotential, desto kleiner die Risikoklasse.

Doch auch die Einstufung in Risikoklassen bieten keinen umfassenden Schutz, dass das eingesetzte Kapital verloren gehen könnte. Es dient als grobe Orientierung. Auch innerhalb der einzelnen Risikoklassen gibt es mehr oder weniger riskante Anlageformen.

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Wertschwankungen

Geldanlagen, egal in welcher Anlageklasse, sind Wertschwankungen unterlegen.  Was an einem Tag noch einen Höhenflug hatte, kann am nächsten Tag schon deutlich im Wert gesunken sein. Es gehört zum Wesen der Finanzmärkte, dass sie in Bewegung sind. Je nachdem, wie risikobereit ein Anleger ist, möchte er von den Wertschwankungen profitieren oder er will sie im Rahmen halten.

Für ein langfristiges und nachhaltiges Investment ist es wichtig, dass die Ausschläge nicht zu extrem nach unten gehen beziehungsweise, dass das Portfolio so gut gemischt ist, dass es Schwankungen anderer Werte ausgleichen kann.

Wertschwankungen bei Investmentfonds

Ein Fondsmanager investiert gemäß den Anlagekriterien des Fonds, beispielsweise in Aktien, Anleihen oder Immobilien. Die Grundidee bei Investmentfonds ist die der Risikostreuung oder auch Diversifikation. Mit dem Kapital des Fonds werden verschiedene Investments getätigt und das Risiko dadurch verteilt. Denn Geldanlagen haben sowohl Chancen als auch Risiken und schwanken damit in ihrem Wert. Wenn nun ein einzelnes Investment schwächelt, so wirkt sich dies nur in geringem Umfang auf den Wert des gesamten Fondsvermögens aus. Im Gegensatz dazu ist ein Investment in beispielsweise einzelne Aktien wesentlich riskanter. Durch die fehlende Risikostreuung ist der Anleger direkt vom Auf und Ab des Einzelinvestments abhänging.

Jeder Anleger muss mit Wertschwankungen rechnen

Geht es an der Börse auf und ab, kann ein Depot im Laufe eines Tages einen Gewinn oder einen Verlust verbuchen. Am nächsten Tag oder in der nächsten Woche kann alles schon wieder ganz anders aussehen. Die Volatilität misst die Bandbreite dieser Kursschwankungen. Stark im Wert schwankende Kurse werden als sehr volatil bezeichnet.

Kurse von Investments in neue Energien, aufstrebende Märkte oder Rohstoffe sind in der Regel häufig starken Schwankungen unterlegen. Konservative Investments versuchen dagegen Wertschwankungen zu minimieren. Ausschließen kann man sie nicht.

Blick in Vergangenheit lohnt

Wertschwankungen geben aber auch einen Einblick in das Risiko einer Anlage. Daher lohnt nicht nur der Blick auf die aktuelle Wertsteigerung einer Anlage, sondern auch auf die Kursentwicklung in der Vergangenheit. Das ist jedoch keine Garantie, dass der Wert sich ebenso weiterentwickelt. Aber es liefert gute Hinweise auf das, was die Zukunft bringen könnte.

Verschiedene Modelle messen Wertschwankungen, die Gewinne und Verluste der Vergangenheit. Daraus entstehen die Risikoklassen. Diese Unterteilung ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, damit Anleger sich orientieren können und eine Risikoklasse wählen können, die zu ihrer Anlagestrategie passt. In der Finanzwelt wird auch von der Risikotoleranz gesprochen. Das heißt, welche Wertschwankungen ist ein Anleger bereit mitzugehen. Und wann steigt er aus einem Investment aus.

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Unsystematische Risiken

Bei der Geldanlage unterscheidet man zwischen systematischen und unsystematischen Risiken. Beide zusammen bilden das Gesamtrisiko einer Geldanlage. Unsystematische Risiken oder auch spezifische Risiken lassen sich durch eine effiziente Streuung der Geldanlagen reduzieren. Das systematische Risiko lässt sich niemals ausschalten. Es wird auch Marktrisiko genannt.

Unsystematische Risiken sind individuell

Unsystematische Risiken können Managementfehler, zu hohe Kosten, eine falsche Produktpolitik, fehlende Liquidität oder auch Havarien sein. Die Ursache liegt dabei im Investment selbst. Daher sollten Anleger ihr Portfolio so zusammensetzten, dass die Werte möglichst wenig voneinander abhängig sind, also eine geringe Korrelation aufweisen.

Der Klassiker der Anlagetheorien, die Portfolio-Theorie, setzt genau auf diesen Ansatz für das optimale Portfolio. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer 100 Prozent seines Kapitals in ein Unternehmen investiert, dem droht bei Insolvenz dieses Unternehmens der Totalverlust. Streut man das Kapital auf 100 Firmen, und eine davon geht pleite, ist lediglich ein Prozent des Kapitals verloren.

Da sich unsystematische Risiken durch Diversifikation weitgehend ausschalten lassen, gibt es hier auch keine Risikoprämie.

Fonds minimieren unsystematische Risiken

Eine breite Streuung des Portfolios ist einer der Hauptgründe für ein Investment in Fonds. Dadurch lässt sich das unsystematische Risiko reduzieren. Je geringer die Ausrichtung des Fonds auf eine einzelne Branche, desto geringer das unsystematische Risiko. Allerdings kann ein aktiv gemanagter Fonds selbst ein individuelles Risiko bergen. Hat der Fondsmanager viele Freiheiten, können sich persönliche Fehleinschätzungen auf die Performance des Fonds auswirken.

Kriege oder Pandemien sind unvermeidbare Risiken

Im Gegensatz dazu sind beim systematischen Risiko übergeordnete Faktoren die Auslöser. Das können politische Entscheidungen, Kriege, Naturkatastrophen oder Pandemien sein. Aber auch Inflations- oder Zinsrisiken gehören dazu. Der Anschlag vom 11. September 2001 ist ein Beispiel für ein unvermeidbares, also systematisches Risiko. Nicht eine Branche, eine Anlageform oder ein Unternehmen war betroffen, sondern die ganze Welt und damit der weltweite Aktienmarkt. Genauso ist es bei den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Auch hier sind die Aktienmärkte aufgrund der Krise rund um den Globus unter Druck geraten – einzelne Branchen ausgenommen.

Solche Risiken lassen sich durch kein Rechenmodell ausschließen und dagegen hilft auch keine Diversifikation der Anlage. Diesen Aspekt greift das Capital Asset Pricing Modell (CAPM) auf, eine Weiterentwicklung der Portfolio-Theorie. Sie geht davon aus, dass Anleger Risiken in Kauf nehmen, wenn sie dafür eine höhere Rendite erhalten. Je höher das Risiko einer Anlage, desto höher normalerweise auch die Risikoprämie.

Beta-Faktor misst systematische Risiken

Der Beta-Faktor misst die unvermeidbaren Risiken. Er gibt an, inwieweit eine Aktie sich entsprechend des Aktienindex‘ bewegt. Liegt der Beta-Faktor bei über 1,0 schwankt die Aktie stärker als der Durchschnitt. Bei einem Wert von 1 entwickelt sie sich genauso wie der Gesamtmarkt. Ein Wert kleiner als 1 zeigt an, dass die Aktie sich gegenläufig zum Gesamtmarkt bewegt, sie also weniger stark schwankt als der Gesamtmarkt.

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