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Lexikon Investmentfonds

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ExPost-Report

Der ExPost-Report ist ein Kostenbericht, den Finanzinstitute und -dienstleister ihren Anlegern einmal im Jahr vorlegen müssen. Diese Verpflichtung besteht seit 2019 für alle Banken, Fondsgesellschaften und Fondsplattformen, die unter die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II fallen. Der ExPost-Report informiert die Kunden über alle Kosten des Finanzprodukts und der Finanzdienstleistungen, welche im zurückliegenden Jahr im Zusammenhang mit ihrer Kapitalanlage angefallen sind.

Ex-ante und ex-post Kosteninformationen bei der Kapitalanlage

Der ExPost-Report nach den neuen EU-Transparenzregeln verpflichtet die Finanzdienstleister die tatsächlich entstandenen Depotkosten des Vorjahres genau auszuweisen. Damit sollen die Kapitalanleger besser in der Lage sein, die Kosten ihrer Investments zu überprüfen und künftige Anlageentscheidungen treffen zu können als mithilfe der Ex-ante-Kosteninformationen, die seit Anfang 2018 ebenfalls Pflicht sind. Denn in der Ex-ante-Aufstellung wird nur prozentual dargestellt wird, mit welchen Kosten beim Erwerb von Fondanteilen, Aktien oder weiterer Finanzprodukte anteilig am angelegten Kapital zu rechnen ist. Im Gegensatz dazu führt nunmehr der ExPost-Report als nachträglicher Kostenausweis alle abgerechneten Kosten in absoluten Euro- und Cent-Beträgen auf.

Detaillierte Abrechnung im ExPost-Report bei Investmentfonds

Der ExPost-Report für einen Investmentfonds beinhaltet zum einen die laufenden Dienstleistungskosten für das Fondsmanagement. Und gegebenenfalls ist zudem die Erfolgsgebühr bei guter Wertentwicklung, die sogenannte Performance-Fee, enthalten. Zum anderen listet der ExPost-Report die einmaligen Kosten auf, die beim Kauf von Fondsanteilen in Rechnung gestellt wurden. Zu diesen gehört insbesondere der Ausgabeaufschlag, der von Banken beim Fondskauf erhoben wird. Beim Fondsdiscount entfällt dieser je nach Anbieter teilweise oder in voller Höhe. FondsClever.de bietet grundsätzlich immer einen 100%-Rabatt auf den Ausgabezuschlag bei allen Kapitalanlagen in rund 6.000 Investmentfonds an.

ExPost-Report und weitere Informationen über Fonds und Depots

Üblicherweise erhalten Kapitalanleger in den ersten Monaten eines jeden Jahres eine Übersicht über die Entwicklung ihrer Investmentdepots. Darüber hinaus bekommen sie die Bescheinigungen über ihre Erträge aus Wertpapieren und Fonds für die Steuererklärung zugeschickt. Diese ersetzt der ExPost-Report nicht. Ergänzend soll er nach dem Anlegerschutz-Bestreben des europäischen Gesetzgebers dem Depotinhaber zur verbesserten Kostentransparenz verhelfen, die ihm bei seiner weiteren Anlagestrategie als Grundlage dienen kann.

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Korrelationskoeffizient

Der Korrelationskoeffizient ist eine mathematische Größe, die über die Korrelation, also die wechselhafte Beziehung zweier oder mehrerer Variablen Auskunft gibt. Im Börsen- und Finanzgeschäft ermittelt man den Wert, um die Korrelation zwischen mehreren Wertpapieren oder Investmentfonds zu bestimmen. Der jeweilige Korrelationskoeffizient kann zwischen -1 und +1 liegen. Ein Koeffizient von +1 bedeutet, dass zum Beispiel bei zwei Aktien eine Gleichläufigkeit der Kursentwicklung besteht. Umgekehrt verläuft die Preisentwicklung von zwei Investmentfonds bei einer Korrelation von -1 entgegengesetzt. Entwickelt sich die Performance von verschiedenen Wertpapieren völlig unabhängig voneinander ist der Korrelationskoeffizient gleich Null.

Zusammenhang mit Diversifikation bei Investmentfonds

Neben der Diversifikation tragen insbesondere niedrige Korrelationen im Portfolio eines Anlegers zur Risikominimierung bei. Sinn und Zweck der Diversifizierung ist eine optimale Zusammensetzung eines Portfolios hinsichtlich Renditechancen und Verlustrisiko durch die Streuung der Kapitalanlage auf mehrere Anlageformen und Investmentfonds. Je niedriger in einem diversifizierten Portfolio dabei die Korrelation zwischen den Teilinvestments ausfällt, umso mehr wird das Risiko von Verlusten gemindert.

Niedriger Korrelationskoeffizient steigert Risikominderung

Dass die isolierte Betrachtung von Risiko und Rendite einzelner Aktien oder Fonds nicht ausreicht, hat der US-amerikanische Ökonom Harry Max Markowitz bereits im vergangenen Jahrhundert in seiner Portfolio-Theorie konstatiert, für die er mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Darin hat Markowitz erörtert, dass man stets die Korrelation zwischen den jeweiligen Wertpapieren untersuchen und berücksichtigen muss.

Denn entscheidend ist nicht die reine Quantität von Wertpapieren oder Fonds in einem Depot. Die wirklich breite Risikostreuung ist nämlich nicht allein durch eine hohe Anzahl von Anlageformen und -klassen garantiert. Sie erreicht man erst, wenn das Portfolio aus Wertpapieren und Fondsanteilen besteht, die untereinander eine möglichst geringe Korrelation aufweisen, d.h. sich eher gegenläufig als gleichläufig entwickeln.

Vorteil von negativer Korrelation innerhalb von Investmentfonds

Gemäß der Markowitz-Theorie ist die Zusammensetzung von Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Themenfonds, Nachhaltigkeitsfonds oder Ökofonds umso schlechter, je stärker die einzelnen Titel innerhalb des Fonds gleichförmig korrelieren. Diese Erkenntnis nutzen zahlreiche Fondsmanager bei ihrer Anlagestrategie. Sie meiden Wertpapiere, die gegen einen Korrelationswert von +1 tendieren. Denn sie würden bei einem fallenden Kurs gleichermaßen zu Verlusten führen.

Ein Korrelationskoeffizient von Null bei der Kombination von Anlagen ist deutlich besser, weil sich ihre Performance völlig unabhängig voneinander entwickelt. Optimal wird die Risikostreuung, wenn das Fondsmanagement in einen Investmentfonds Wertpapiere mit negativen Korrelationskoeffizienten und gegenläufigem Profil hineinnimmt. Sollte dann der Kurs für einen Titel fallen, steigt er für den anderen. Bei der extremen Maßzahl von -1 für die Korrelation zwischen zwei Wertpapieren würde sich also ein Verlust auf der einen Seite durch den Kursgewinn auf der anderen Seite in der Gesamtperformance letztlich egalisieren.

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Korrelation

Korrelation ist ein Begriff aus der Statistik. Übersetzt bedeutet er Wechselbeziehung. Korrelation bezeichnet also die Beziehung zwischen zwei oder gegebenenfalls auch mehreren Merkmalen. In der Finanzwelt zeigt sie beispielsweise die Beziehung zweier Aktien oder Investmentfonds hinsichtlich ihrer Wertentwicklung an. Oder die Entwicklung einer Aktie im Vergleich zu einem Aktienindex. Dieser Zusammenhang kann mehr oder weniger ausgeprägt sein.

Berechnungen von Korrelationen bei Wertpapieren oder Fonds werden herangezogen, um Risiken eines Portfolios zu reduzieren. Gemessen werden dabei immer Zahlenreihen. Der Korrelationskoeffizient gibt an, wie stark oder schwach die Beziehung der untersuchten Variablen zueinander ist.

Positive und negative Korrelation

Der Wert des Korrelationskoeffizienten reicht von -1 bis 1. Liegt er bei -1, ist eine entgegengesetzte Entwicklung zweier Werte, z. B. von zwei Fonds, erkennbar. Diese gegenläufige Entwicklung heißt auch negative Korrelation. Klassisches Beispiel für eine negative Korrelation ist die Wechselbeziehung zwischen Alter und verbleibender Lebenszeit. Je höher das Alter, desto niedriger die zu erwartende Lebenszeit. Ein Korrelationskoeffizient von 1 zeigt einen gemeinsamen Verlauf an. Die Variablen, also beispielsweise die Kursverläufe von zwei Fonds, entwickeln sich gleichläufig (positive Korrelation). Also je stärker der Wert von Aktie Y wächst, desto stärker wächst auch der Wert von Aktie Z. Im Anlagebereich ist ein Wert von 1 jedoch sehr unwahrscheinlich.

Steigt das Einkommen, steigt der Konsum

Das veranschaulicht die Beziehung von Einkommenswachstum zu den Ausgaben für Konsum. Hier gibt es eine positive Korrelation: Wenn das Einkommen wächst, geben die Menschen mehr für den Konsum aus. Allerdings ist es keine komplett gleichläufige Entwicklung. Die Verdopplung des Einkommens führt nicht gleichzeitig zu einer Verdopplung der Konsumausgaben. Steigt das Einkommen, wachsen nämlich auch andere Ausgaben – zum Beispiel für die Altersvorsorge oder andere Sparformen.

Wenn keine Beziehung zwischen zwei Variablen festgestellt werden kann, liegt der Korrelationskoeffizient bei 0. Aktien von Unternehmen derselben Branche werden oft einen gleichförmigen Kursverlauf haben. Demgegenüber werden die Kursentwicklungen von Aktien aus komplett unterschiedlichen Branchen oder auch unterschiedlicher Anlageklassen, beispielsweise Anleihen im Vergleich zu Aktien oder Rohstoffen, kaum miteinander in Beziehung stehen.

Korrelation wichtig für Portfolio-Gestaltung

Der Korrelationsgrad ist ein wichtiger Indikator für ein ausgewogenes Portfolio. Risiken lassen sich reduzieren, wenn man auf Anlagen setzt, die möglichst wenig miteinander korrelieren, also bei 0 liegen oder sich der 0 annähern. Denn entwickeln sich alle Werte im Depot gleichläufig nach oben, besteht die Gefahr, dass sie sich auch gleichläufig nach unten entwickeln. Damit ist das Risiko, bei einer negativen Entwicklung das investierte Kapital zu verlieren, deutlich höher. Die Diversifikation des Depots, also eine möglichst breite Streuung, ist ein entscheidender Faktor, wenn es um Risikominimierung geht.

Nur Hinweise, keine Begründung

Wichtig ist zu beachten, dass die Korrelation lediglich einen statistischen Zusammenhang beschreibt. Warum dieser Zusammenhang besteht, darüber gibt sie keine Auskunft, sondern liefert lediglich Hinweise. Manchmal kommt es aber auch zu zufälligen beziehungsweise Scheinkorrelationen.

Misst man die Wechselbeziehung von Immobilienbesitz zum Alter, lässt sich ein Zusammenhang feststellen. Ältere Menschen besitzen häufiger eine Eigentumswohnung oder ein Haus als junge Menschen. Diese Korrelation bedeutet aber nicht zwingend, dass das Alter maßgeblicher Faktor für den Besitz von Immobilien ist. Mögliche Ursache wäre die Tatsache, dass Ältere über ein höheres Einkommen verfügen.

Die Korrelation legt nicht fest, welche der beiden verglichenen Variablen abhängig und welche unabhängig ist. Daher kann man auch keine Rückschlüsse darauf schließen, was passiert, wenn man eine Variable ändert.

Begriff im 19. Jahrhundert geprägt

Der Begriff Korrelationskoeffizient geht auf den britischen Mathematiker Karl Pearson (1857 – 1936) und den französischen Physiker Auguste Bravais (1811 – 1863) zurück. Er heißt daher auch Pearson-Bravais-Koeffizient.

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Fondsdomizil

Das Fondsdomizil ist das Land, in welchem ein Investmentfonds aufgelegt wurde. Für den Kapitalanleger kann das Fondsdomizil in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle spielen. Denn der Investmentfonds unterliegt den Gesetzen und der Besteuerung des Landes, in dem er beheimatet ist. Und auch für die Kontrolle des Fondsmanagements sind die ländereigenen Aufsichtsbehörden im Fondsdomizil verantwortlich.

Unterschied von Onshore Funds und Offshore Funds

Im Zusammenhang mit dem Fondsdomizil unterscheiden Börsianer Investmentfonds in „Onshore Funds“ (engl., übersetzt: auflandiger Fonds bzw. Fonds auf dem Festland) und „Offshore Funds“ (engl., zu Deutsch: küstenferner Fond bzw. Fonds jenseits der Küste), wobei der tatsächlichen geografischen Lage des Fondsdomizils eine untergeordneten Bedeutung zukommt. So versteht man unter den sogenannten Onshore Funds Investmentfonds, die ihren Sitz in einem Land mit einer umfangreichen Gesetzgebung im Hinblick auf einen wirksamen Anlegerschutz haben. Zu den Offshore Funds zählen hingegen jene Fonds, die in Ländern mit freizügigeren Gesetzen und Vorschriften für das Investmentgeschäft aufgelegt sind. Oftmals bieten diese Fondsdomizile auch Steuervorteile bei der Kapitalanlage.

Unter beiden Kategorien gibt es Fondsdomizile, die sich als beliebte Standorte etabliert haben. Am Volumen gemessen erreicht bei den Onshore Funds in Europa Luxemburg als Fondsdomizil den Spitzenplatz. Neben der zentralen Lage sprechen für diesen Standort zum einen die politische Stabilität und eine beständige Rechtssicherheit. Zum anderen gewährt Luxemburg zugleich den Wirtschaft- und Finanzakteuren einen erweiterten Handlungsspielraum und steuerliche Vorteile. Bevorzugte Fondsdomizile bei den Offshore Funds sind karibische Inseln wie British Virgin Islands und Cayman Islands, Hongkong, Taiwan, Panama, die Isle of Man, Jersey oder auch Liechtenstein und die Niederlande.

Besteuerung in Abhängigkeit vom Fondsdomizil

Für deutsche Kapitalanleger ist bedeutsam, dass in Deutschland bei der Besteuerung von Investmentfonds je nach Fondsdomizil verschiedene Regelungen zum Tragen kommen. Zunächst unterscheiden die Finanzämter hierzulande zwischen zugelassenen deutschen Fonds und ausländischen Fonds, welche wiederum in drei Klassen aufteilt werden:

  1. Registrierte Investmentfonds mit ausländischem Fondsdomizil, welche ihre Fondsanteile in Deutschland öffentlich anbieten dürfen. Dafür müssen Vorgaben des deutschen Gesetzgebers erfüllt sein.
  2. Nicht-registrierte Auslandsfonds mit Finanzvertretern, welche die deutschen Registrierungskriterien nicht besitzen und daher ihre Anteile in der Bundesrepublik nicht öffentlich offerieren dürfen.
  3. Alle restlichen im Ausland ansässigen Fonds, deren Anteile in Deutschland ebenfalls nicht öffentlich angeboten werden dürfen.

Bei der Besteuerung sind die registrierten ausländischen Fonds den deutschen Investmentfonds nahezu gleichgestellt. Abweichungen gelten nur in ganz wenigen Fällen bei besonderen vorliegenden Voraussetzungen. Auf steuerliche Nachteile gegenüber diesen Fondsgruppen müssen sich deutsche Anleger einstellen, wenn sie in nicht-registrierte Auslandsfonds investieren möchten.

Bei Fondsdomizil im Ausland der möglichen Doppelbesteuerung entgehen

Ferner ist bei Investmentfonds mit ausländischem Fondsdomizil zu beachten, dass man als Anleger die mögliche Doppelbesteuerung der Auslandsdividenden vermeidet. Die meisten Länder erheben eine Quellensteuer, wenn Renditezahlungen ihr Land verlassen. So erhält etwa ein deutscher Anleger nach Abzug der Quellensteuer im Domizilland den Restbetrag, wobei die Depot-Bank in Deutschland nunmehr 25 Prozent Abgeltungssteuer direkt an den Fiskus abführt. Dank der Doppelbesteuerungsabkommen, die die Bundesrepublik mit vielen Ländern unterhält, kann man als Anleger einen jeweils festgelegten Prozentsatz der Auslandssteuer mit der in Deutschland zu zahlenden Steuer verrechnen. Es gilt jedoch zu beachten, dass einige Länder mehr abziehen, als der deutsche Fiskus anrechnet. Auch dann gibt es noch weitere Maßnahmen, die man ergreifen kann, um zu viel gezahlte Steuern aus dem Domizilland zurückzufordern. Deshalb ist in solchen Fällen das Hinzuziehen eines Steuerberaters sinnvoll.

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