0800 - 11 55 700

Anruf kostenfrei! Mo.-Fr. 9:00-18:00 Uhr

Lexikon Investmentfonds

Vorteile bei FondsClever.de:
Kein Ausgabeaufschlag
Keine versteckten Kosten
Mit Vertrauensgarantie
StartseiteRatgeberLexikon Investmentfonds
A
AbgeltungssteuerAbsolute Return FondsAktieAktienfondsAktiengesellschaft (AG)AktienindexAktionärAll-In-FeeAltersvorsorge-SondervermögenAnlageklasseAnlagestrategieAnleihenAnteilsklassenAnteilspreisAnteilswertAntizyklischArbitrageAsset AllocationAsset (Vermögenswert)Auflagedatum InvestmentfondsAusgabeaufschlagAusschüttung
B
BaFinBenchmarkBetaBiotechnologie Fonds - Biotech FondsBluechipsBörseBottom-upBranchenfondsBundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI)BVI-Methode
C
Capital Asset Pricing Model (CAPM)Cash-FlowChartCost-Average-EffektCut-off-Zeit
D
DachfondsDepot (Investmentdepot)DepotbankgebührDepotbankvergütungDepoteinzugDepotführungsentgeltDepotübertragDerivate (Finanzderivate)Deutscher Aktienindex (DAX)DeutschlandfondsDiversifikationDividendeDividendenfondsDow JonesDuration
E
EinlagensicherungEinlagensicherungsfondsEinmalanlageEmerging-Markets-FondsEntnahmeplanEnvironment Social Governance (ESG)ErtragsverwendungEU-TransparenzregisterEURO STOXX 50Europa-FondsEx-ante-KosteninformationenExchange Traded Fund (ETF)ExPost-Report
F
Feri Fonds RatingFloating Rate NotesFondsanlageFondsanteilFondsdiscountFondsdomizilFondsgesellschaft (Investmentgesellschaft)FondsmanagerFondsratingFondstauschFondsvermittlerFondsvermögenFondsvolumenFondswährungForward-PricingFreistellungsauftrag
G
GeldmarktfondsGeldmengeGold-FondsGrowth Fonds
H
HausseHedge-FondsHigh WatermarkHochzinsanleihen
I
ImmobilienaktienInflationInformation RatioInternational Securities Identification Number (ISIN)
J
JahresberichtJahressteuerbescheinigung
K
KapitalmarktKey Investor Information Document (KIID)Konsumgüter-FondsKorrelationKorrelationskoeffizient
L
Large CapsLeerverkaufLimits und Dynamische Limits beim Handel mit FondsLiquid AlternativesLiquiditätLong-Short-Strategie
M
Magisches Dreieck der VermögensanlageMarkowitz PortfoliotheorieMarktkapitalisierungMarktpreisrisikoMid CapsMischfondsMittelbare FörderungMulti-Asset-Fonds
N
NachhaltigkeitsfondsNachhaltigkeitsindexNASDAQ 100NebenwerteNet Asset ValueNichtveranlagungsbescheinigung
O
ÖkofondsOffene ImmobilienfondsOGAW-RichtlinieOutperformance
P
Pantoffel-PortfolioPeergroupPerformancePerformance-FeePortfolioPortfolio-TheoriePreislieferungPrivate Label FondsProfitabilität
R
RatingagenturenReal Estate Investment Trust (REIT)REITRendite von InvestmentfondsRentabilitätRentenfondsResearchRisikoRisiko-Ertrags-ProfilRisikoklasseRisikostreuungRobo-AdvisorRobotics-FondsRohstoff-FondsRücknahmegebühr von Fondsanteilen
S
Sharpe RatioSicherheitSmall CapsSondervermögenSpin-offStandardisierte VermögensverwaltungStandardwerteSteuerverrechnungskontoStock-PickingSustainable and Responsible Investment (SRI)Sustainable Development Goals (SDG)Synthetic Risk and Reward Indicator (SRRI)Systematische Risiken
T
TeilfreistellungThesaurierungTop-DownTotal Expense Ratio (TER)Total Return FondsTracking ErrorTransaktionskostenTrendbestimmungsstrategie
U
Umbrella-FondsUnited Nations Global CompactUnmittelbare FörderungUnsystematische Risiken
V
Value at Risk (VaR)Value FondsValuta Kauf und VerkaufVerkaufsprospekt InvestmentfondsVerlustbescheinigungVerlustverrechnungstopfVermögensverwalterVermögenswirksame LeistungenVertriebsprovisionVerwahrstelleVerwaltungsvergütungVL SparenVolatilität
W
Wertpapierkennnummer (WKN)WertschwankungenWesentliche Anlegerinformationen
X
Xetra
Z
ZielfondsZins

Neuste Einträge im Lexikon Investmentfonds

Trendbestimmungs­strategie

Die Trendbestimmungs­strategie ist eine spezielle Form der Anlagestrategie. Sie geht davon aus, dass sich Aktienkurse in Trends bewegen. Markttrends ergeben aus dem Phänomen, dass der Verlauf von Wertpapierkursen ein gewisses Trägheitsmoment besitzt. Demnach neigt eine Entwicklung dazu, sich im angelaufenen Prozess eher fortzusetzen. Bei den Investment­entscheidungen mittels Trendbestimmungs­strategie folgern Anleger und Fondsmanager daraus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des Trends größer ist als eine Trendumkehr.

Analysemethoden der Trendbestimmungs­strategie

Eine der wichtigsten Methoden zur Bestimmung eines Trends von Wertpapieren ist die Chart-Analyse bzw. technische Analyse. Sie wurde von dem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Charles Henry Dow, nach dem auch der von ihm entwickelte Dow Jones Index benannt ist, begründet. Dows Analysen zufolge verhalten sich Finanzmärkte zyklisch und verlaufen in kurz-, mittel- und langfristigen Wellenbewegungen.

Aus diesen Wellen ergibt sich die Grundrichtung eines Aktienkurses. Mittels Trendlinien versuchen Börsenanalysten, aus den vergangenen Notierungen des Papieres einen Aufwärts- oder Abwärtstrend abzulesen. Bei der Trendbestimmungs­strategie wird für ein Wertpapier häufig ein Trendkanal festgelegt, der zwei möglichst parallele Geraden im Chart markiert.
Man erwartet, dass sich der Kursverlauf über längere Zeit einigermaßen stabil zwischen den beiden Trendkanalgrenzlinien bewegt. Für die Anlageentscheidung ist zum einen interessant, ob sich aus den Linien ein langfristiger Aufwärtstrend abzeichnet. Die kurzfristigen Schwankungen innerhalb des Trendkanals sowie Überschreitungen der Linien können dann zum anderen als Hinweis für geeignete Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkte gelten.

Ein anderes Hilfsmittel, um den Trend eines Wertpapiers zu ermitteln, ist die Betrachtung von „gleitenden Durchschnitten“ (GD) bzw. „Moving Averages“ (MA). Mit dem gleitenden Durchschnitt nimmt man eine Glättung des vergangenen Kursverlaufs vor, um die Trendbestimmung zu erleichtern. Dabei spiegelt der Trendindikator diverse Kursinformationen über einen definierten Zeitraum in einer Durchschnittslinie wieder. Liegt der Aktienkurs über oder unter dieser Linie wird das als vorherrschender Auf- bzw. Abwärtstrend des Papiers gedeutet.

Grenzen von trendfolgenden Indikatoren

Bei den genannten und allen weiteren „trendfolgenden Indikatoren“, die Analysten für eine Trendbestimmung heranziehen, besteht die Problematik, dass sie einen Trend zumeist nur dann anzeigen können, wenn er die Richtung bereits eine Weile eingeschlagen hat. Ändert ein Kurs seine Richtung derart, dass man vom Ende oder einer Umkehr des Trends sprechen muss, stellen sie dies oftmals erst mit zeitlicher Verzögerung dar. Außerdem können Trendfolge-Indikatoren in Phasen, in denen kein eindeutig vorherrschender Trend vorliegt, auch falsche Signale liefern.

Rabattangebot jetzt gratis und unverbindlich anfordern!

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko, oder auch Marktrisiko, ist das Risiko aufgrund schwankender Preise von Aktienkursen, Währungen, Rohstoffen oder anderen Vermögenswerten Verluste zu machen. Die Preisentwicklung an den Finanzmärkten kann von vielen Ereignissen beeinflusst werden. Politische Entscheidungen, technologischer Fortschritt oder neue Gesetze gehören ebenso dazu wie Naturkatastrophen, Pandemien oder Terroranschläge. Das allgemeine Marktpreisrisiko betrifft immer den ganzen Markt. Beispielsweise bei einer Weltwirtschaftskrise oder einer Pandemie. Dann schützt in der Regel auch ein breit aufgestelltes Portfolio mit Investitionen in verschiedene Anlageklassen nicht vor Verlusten.

Marktpreisrisiko absichern

Anleger können Marktpreisrisiken aber mit Wertsicherungsstrategien reduzieren. Mehr Sicherheit bedeutet jedoch meist auch weniger Aussicht auf Gewinn. Buy and hold ist eine Absicherungsstrategie. Hier wird an einer Investition auch bei turbulenter Kursentwicklung langfristig festgehalten. Beim Stop-Loss geht es darum, Verluste zu minimieren. Fällt der Kurs unter eine bestimmte Marke, wird der Titel verkauft. Auch mit Calls auf Optionsscheine können Anleger Verluste limitieren. Darüber hinaus gibt es dynamische Absicherungsstrategien wie Leerverkäufe oder Puts.

Unvorhergesehene Ereignisse erhöhen Marktpreisrisiko

In einem funktionierenden Markt ist der Marktpreis das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise die Corona-Pandemie, können aber Auswirkungen auf einzelne Branchen haben. Unternehmen wie Amazon oder der Essenslieferant Hellofresh konnten durch die Lockdowns unvorhergesehene Zuwachsraten verzeichnen. Noch besser waren die Wachstumsraten bei den Impfstoffherstellern. Andere Titel, wie Aktien von Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern oder der Eventbranche, haben erheblich an Wert eingebüßt, weil die Nachfrage gegen Null ging.

Marktpreisrisiko: Systematisch und unsystematisch

Das Marktrisiko bedeutet also sowohl die Gefahr Geld zu verlieren, als auch die Möglichkeit, Geld zu vermehren. Das Gesamtrisiko wird auch als systematisches Risiko bezeichnet. Demgegenüber gibt es unsystematische Marktrisiken beziehungsweise spezielle Marktpreisrisiken. Sie betreffen einzelne Marktteilnehmer. Darunter versteht man die Gefahr, dass sich ein bestimmtes Unternehmen negativ entwickelt und der Aktienkurs daher unter Druck gerät.

Zum Marktpreisrisiko gehören auch Rohstoffpreisrisiken, Aktien- und Wechselkursrisiken oder Zinsänderungsrisiken. Sie alle besagen nichts anderes, als das schwankende Preise für Rohstoffe, Aktien, Kurse oder Zinsen Risiken für Verlustgeschäfte bergen.

Rohstoffpreisrisiko

Produzierende Unternehmen sind auf Rohstoffe angewiesen. Steigen hier die Preise, belastet das die Bilanz. Zudem sinken die Gewinnmargen. Oder die Unternehmen geben die Preiserhöhung an die Kunden weiter, was zu geringerer Nachfrage führen kann. Viele Unternehmen sichern sich Rohstoffpreise, indem sie frühzeitig einkaufen und zu einem späteren Termin anliefern lassen. Dabei besteht allerdings das Risiko, dass der Rohstoff in der Zwischenzeit günstiger wird und das Unternehmen nicht von den niedrigeren Preisen profitieren kann.

Aktienkursrisiko

Das Aktienkursrisiko ist eines der wichtigsten Marktpreisrisiken. Dabei gibt es drei Risikofaktoren: Volkswirtschaftliche oder weltwirtschaftliche Krisen, die alle oder eine Vielzahl von Branchen treffen und Aktienindizes wie beispielsweise den Dax unter Druck setzen. Daneben gibt es die unternehmensspezifischen Risiken. Hier könnte der Kurs einer einzelnen Aktie einbrechen. Gründe dafür können zum Beispiel Managementfehler, neue Technologien oder auch Kratzer am Image sein. Auch neue Gesetze gelten als Risikofaktor für die Kursentwicklung. So könnten neue Umweltgesetze die Kursentwicklung von Autobauern oder Fluggesellschaften beeinflussen.

Wechselkursrisiko

Investitionen in Vermögenswerte anderer Währungen bringen immer auch das Risiko mit sich, dass sich der Wechselkurs verändert. Dadurch können Anlegern Verluste oder Gewinne machen. Durch Hedging lassen sich Wechselkursrisiken absichern.

Zinsrisiko

Wie hoch der Marktzins ist, hängt von Laufzeit, Zahlungsfähigkeit, Bonität und Währung eines Finanzprodukts ab. Anleger tragen hier das Risiko, dass der Marktzins steigt und sie zu einem späteren Zeitpunkt daher gewinnbringender hätten investieren können.

Rabattangebot jetzt gratis und unverbindlich anfordern!

OGAW-Richtlinie

Die OGAW-Richtlinie ist eine europäische Vorschrift für Investmentfonds. Ihr Ziel ist eine länderübergreifende Vereinheitlichung, damit sich ein europäischer Kapitalmarkt entwickelt. Außerdem sollen die Vorgaben der Richtline Anleger besser schützen. Denn sie regelt, in welche Anlagen ein Fonds investieren darf, wenn er eine OGAW-Zulassung erhalten will. Darüber hinaus schreibt sie bestimmte Informationen für Anleger vor. Dazu zählen beispielsweise vereinfachte Verkaufsprospekte oder Halbjahres- und Jahresberichte.

Fonds mit einer OGAW-Zulassung müssen zudem jederzeit über eine bestimmte Menge an liquiden Mitteln verfügen. Mit der OGAW-Richtlinie will die EU-Kommission den Zugang zum europäischen Kapitalmarkt insbesondere für private Anleger vereinfachen.

OGAWs sind besonders geregelte Investmentfonds

OGAW steht für „Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“. Im Ausland sind OGAWs als UCITS bekannt, also „Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities“. Diese Organismen oder UCITS sind Investmentfonds, die die Vorgaben der OGAW-Richtlinie erfüllen. Sie investieren in Wertpapiere und andere Finanzinstrumente. Dazu zählen Aktien, Derivate oder Bankguthaben.

Die OGAW-Richtlinie galt erstmals am 20.12.1985 als die EU noch als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bekannt war. Die Richtlinie 85/611/EWG sollte Verwaltungsvorschriften für Fonds auf europäischer Ebene regeln. Mehr als 20 Jahre später war die EWG zur Europäischen Union (EU) geworden und die alte OGAW-Richtlinie wurde ergänzt. Seit dem Jahr 2007 gilt die Richtlinie 2007/16/EG. Zwei Jahre später gab es eine weitere Überarbeitung. Die neue Richtlinie 2009/65/EG sollte den europäischen Markt für Fonds weiter vereinheitlichen und grenzüberschreitende Fusionen von Investmentfonds leichter machen. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Neuerungen und Ergänzungen. Zuletzt wurde die Richtlinie im Juli 2013 in deutsches Recht umgewandelt. Nach der Bankenkrise kam außerdem eine verschärfte Haftung für die Banken, die das Fondsvermögen aufbewahren, hinzu.

OGAW-Richtlinie ist europaweit gültig

Die Richtlinie gilt europaweit. Daher kann ein Fonds mit OGAW-Zulassung in allen EU-Staaten sowie auch Liechtenstein, Norwegen und Island angeboten werden. Das ist interessant für Fondsanbieter. Aber auch Anleger profitieren von dem erweiterten Angebot.

BaFin für Kontrolle zuständig

Über die Einhaltung der OGAW-Richtlinie wacht in Deutschland die Bundesanstalt für Finanz­dienstleistungs­aufsicht, besser bekannt als BaFin. In den anderen EU-Ländern sollen die jeweiligen nationalen Finanzaufsichten die Zulassung von Investmentfonds und deren laufendes Geschäft kontrollieren. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die OGAW-Richtlinien auch durchgesetzt werden und Anleger über ihr Investment gründlich informiert werden. Außerdem regeln die Finanz­dienstleistungs­aufseher, wo und wie das Fondsvermögen verwahrt wird.

OGAW-Richtlinie regelt die Aufbewahrung des Vermögens

Alle Finanzanlagen eines OGAW müssen zwingend bei einer Bank liegen. Finanzdienstleister oder Vermögensverwalter akzeptiert die OGAW-Richtlinie nicht als Verwahrstelle. Diese Trennung zwischen der Verwaltungsgesellschaft eines Fonds und einer Bank als Verwahrstelle für das Fondsvermögen soll Interessenskonflikte vermeiden.

Die Bank, die das Fondsvermögen verwahrt, hat noch weitere Aufgaben. Sie muss nämlich die ordnungsgemäße Verwendung der Gelder kontrollieren. Will die Verwaltungsgesellschaft einen Kredit aufnehmen, geht das nicht ohne das Einverständnis der Bank. Auch diese Vorgaben sollen Anleger schützen. Nicht jede Bank darf als Verwahrstelle auftreten. Hier ist wiederum die BaFin gefragt, denn sie musss ihre Zustimmung geben. Laut der OGAW-Richtlinie kommen nur Banken in Frage, die mehr als fünf Millionen Euro Anfangskapital haben.

Rabattangebot jetzt gratis und unverbindlich anfordern!

Verwahrstelle

In einer Verwahrstelle (früher Depotbank) wird das Vermögen eines Investmentfonds aufbewahrt.  Das investierte Vermögen darf nicht bei den Vermögens­verwaltungsgesellschaften selbst liegen. Die Verwahrstelle muss ein unabhängiges Kreditinstitut sein. Schließlich soll sie im Interesse der Anleger handeln. Außerdem soll damit sichergestellt werden, dass das Vermögen des Fonds klar vom Gesellschaftsvermögen abgegrenzt ist. Deshalb spricht man bei Investmentfonds auch von einem Sondervermögen. Im Falle einer Insolvenz der Kapital­verwaltungs­gesellschaft können deren Gläubiger nicht auf das Sondervermögen zugreifen. Dadurch ist das investierte Kapital der Anleger geschützt.

Doch das ist nicht die einzige Aufgabe einer Verwahrstelle. Sie prüft auch, ob Investitionen des Fonds zu marktüblichen Kursen erfolgten. Darüber hinaus kontrolliert sie Bankguthaben und sonstige Anlagen.

Verwahrstelle

BaFin wacht über Verwahrstellen

Als Verwahrstelle kommen Kreditinstitute infrage, die eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanz­dienstleistungs­aufsicht (BaFin) haben. Außerdem müssen die Banken ein Eigenkapital von mindestens fünf Millionen Euro vorweisen. Ein Prüfer kontrolliert sie jedes Jahr. Kommt das Kreditinstitut seinen gesetzlichen Pflichten nicht nach, kann die BaFin der Investment­gesellschaft einschreiten und einen Wechsel der Depotbank anordnen.

Aufgaben der Verwahrstelle gesetzlich geregelt

Die Investment­gesellschaft entscheidet darüber, wie das Fondsvermögen angelegt wird. Auch hier gibt es allerdings Vorgaben, die dem Anlegerschutz dienen sollen. Die Verwahrstelle dagegen ist für die sichere Aufbewahrung der Investments auf Sperrkonten beziehungsweise Sperrdepots verantwortlich. Sie wickelt auch die Wertpapiertransaktionen ab und prüft, ob die Transaktionen zu marktüblichen Preisen erfolgen. Kommt sie zu dem Schluss, dass eine Kapital­verwaltungs­gesellschaft bei ihren Investments nicht das bestmögliche Ergebnis im Blick hat, kann sie eine sogenannte Marktgerechtigkeitskontrolle machen. Außerdem schüttet die Verwahrstelle Erträge aus und kümmert sich um die Ausgabe und Rücknahme von Anteilsscheinen. Will ein Vermögensverwalter einen Kredit aufnehmen, muss die Depotbank ihre Zustimmung geben.

Zentrale Verwahrstelle

Alle Verwahrstellen sind in der Verwahrstellenstatistik des Deutschen Fondsverbands BVI Bundesverband Investment und Asset Management aufgeführt. Für den Handel von Kunden verschiedener Depotbanken wird meistens die zentrale Verwahrstelle eingeschaltet. Über sie werden die Transaktionen dann abgewickelt. Die einzelnen Kreditinstitute müssen daher lediglich mit der zentralen Verwahrstelle vernetzt sein und nicht untereinander. Die genauen Aufgaben und Pflichten einer Verwahrstelle regelt das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB).

OGAW- und AIF-Verwahrstellen

Es gibt verschiedene Arten von Verwahrstellen, die jeweils andere gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen. Zum einen gibt es OGAW-Verwahrstellen. Sie bewahren Investments von OGAWs auf, also Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren. Das sind Investmentfonds, die bestimmte Kriterien der Vermögensanlage erfüllen. Daneben gibt es AIF-Verwahrstellen. Hier liegen Investments Alternativer Investmentfonds. Für OGAW-Verwahrstellen gelten noch ein wenig strengere Regeln als für Kreditinstitute, die AIFs aufbewahren. OGAW-Verwahrstellen müssen für das Depotgeschäft zugelassen sein. AIF-Kreditinstitute brauchen dagegen keine Erlaubnis für das Depotgeschäft, wenn es sich um ein eingeschränktes Verwahrgeschäft handelt. Zudem können bestimmte geschlossene AIFs auch durch Treuhänder verwahrt werden. Sowohl für OGAW- als auch für AIF-Verwahrstellen gilt, dass sie ihren Sitz im Inland haben müssen oder wenigstens der satzungsmäßige Sitz im Inland ist. Wenigstens ein Mitglied der Geschäftsleitung muss zudem über Erfahrung in der Verwahrung von Investmentvermögen haben.

Infopaket jetzt gleich gratis und unverbindlich anfordern!

Wertpapieraufträge werden von der DTW GmbH als Betreiber von FondsClever.de vermittelt bzw. für Sie ausgeführt (beratungsfreies Geschäft). Auf Empfehlungen und Beratungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren verzichten wir, damit wir Ihnen äußerst attraktive Konditionen anbieten können. Die DTW GmbH als Betreiber von FondsClever.de erbringt keine Anlageberatung (execution only). Quellen für alle Daten/Fakten zu Investmentfonds: FWW GmbH (Kurse/ Daten), Stiftung Warentest (Ratings/Bewertungen). Alle Daten sind unverbindlich und ohne Gewähr.

Kontakt

0800 - 11 55 700

Anruf ist kostenfrei!Anruf für Sie kostenfrei!

Mo.-Fr. 9:00-18:00 Uhr

Kontaktformular Rückruf-Service Anschrift Gratis Infopaket
Online Depoteröffnung

Depoteröffnung

Einfach online eröffnen!

Jetzt Depot bei FondsClever.de eröffnen und 100 % Sofortrabatt auf den Ausgabeaufschlag sichern!

Wir verwenden auf unseren Webseiten Cookies. Neben technischen und funktionalen Cookies setzen wir Cookies zur Statistik und zum Marketing.

Mit "Cookies akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung aller Cookies zu. Unter Cookie-Einstellungen können Sie eine Auswahl treffen und erteilte Einwilligungen widerrufen. Siehe Datenschutz und Impressum.

Cookies akzeptieren

© 2021 DTW GmbH - www.FondsClever.de

FondsClever.de ist ein Geschäftsbereich der DTW GmbH