Environment Social Governance (ESG)
Auf Deutsch: Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Investieren Sie mit FondsClever.de kostengünstig in ESG Fonds ohne Ausgabeaufschlag.
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Environment Social Governance (ESG)
Die englische Abkürzung ESG steht für Environment Social Governance - zu deutsch Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Diese Abkürzung hat sich in der Unternehmenswelt und in der Finanzbranche etabliert, wenn es um das Thema nachhaltige Fonds geht. Das Prinzip der nachhaltigen Ressourcen-Wirtschaft beeinflusst Entscheidungen und Vorgehensweisen von Unternehmen hinsichtlich ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Aspekten. Auch die Art der Unternehmensführung spielt dabei eine entscheidende Rolle.
ESG-Kriterien geben Investoren Aufschluss darüber, inwieweit sich ein Unternehmen nachhaltig verhält. Dadurch lassen sich gezielte Investitionsentscheidungen zur Auswahl von Wertpapieren für einen Investmentfonds treffen.
Nachhaltige Fonds mit Berücksichtigung der ESG-Kriterien
Stand des Ratings: 01.08.2026
Grundgedanke des ESG - Environment Social Governance
"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende." (Hauff 1987, S.46).
Dies bedeutet, dass nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren bzw. künftig wieder bereitgestellt werden kann. Die Umsetzung dieses Idealbilds ist jedoch für zahlreiche Unternehmen und Staaten eine Herausforderung.
Die Bereiche des ESG - Environment Social Governance
Umwelt - Ressourcen - Abfall - Klimawandel
- Klimastrategie und -szenarien
- Klimawandelstrategie
- Höhe des Energieeinsatzes
- Umweltmanagement
- Energiemanagement
- Anteil erneuerbarer Energieträger
- Abwasser
- Treibhausgase
- Emissionsminimierung
- Öko-Effizienz
- Fußabdruck eines Unternehmens
- Gebäudemanagement
- Umweltauswirkungen des Produktportfolios
- Verhalten von Lieferanten, Zulieferern, Auftragnehmer
- etc.
Soziales - Menschenrechte - Gesellschaft
- Achtung der Menschenrechte
- Verbot von Kinder- & Zwangsarbeit
- Arbeitgeber-, Arbeitnehmerbeziehungen
- Weiterentwicklung
- Chancengleichheit und Diversität
- Versammlungsfreiheit
- Gesundheit und Sicherheit
- Arbeitsplatzgestaltung
- Soziale Auswirkungen des Produktportfolios
- Verhalten von Lieferanten, Zulieferern, Auftragnehmer
- etc.
Unternehmensführung, -ethik und -richtlinien
- Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung
- Steuerehrlichkeit
- Bekämpfung von Wettbewerbswidrigen Praktiken
- Compliance
- Vielfalt im Aufsichtsrat
- Unabhängigkeit im Aufsichtsrat
- Vergütung
- etc.
Das "E" in ESG - Environment
Beim E in ESG steht der effiziente Umgang mit
- Ressourcen,
- Emissionen und die
- ökologische Effizienz
im Blickpunkt. Ein aktuelles Thema ist folglich der Klimaschutz, wenn es um die Umweltverschmutzung oder Umweltgefährdung sowie der Reduzierung der Treibhausgasemissionen oder weitere Themen rund um den Einsatz von energieeffizienzten Lösungen geht.
Das "S" in ESG - Social
Beim S in ESG stehen soziale Aspekte wie
- Arbeitsrechte,
- Verbot von Kinderarbeit,
- Diversity beziehungsweise Nichtdiskriminierung im Allgemeinen
im Vordergrund. Diese Themen sind zudem Bestandteil der Prinzipien des UN Global Compact. Dieser ist ein Pakt zwischen teilnehmenden Unternehmen und der UNO aus dem Jahr 1999. Die Unternehmen verpflichten sich dabei die 10 Prinzipien des UN Global Compact einzuhalten.
Das "G" in ESG - Governance
Das G in ESG behandelt die Thematik der verantwortungsvollen Unternehmensführung und mit allem was weitestgehend damit zusammenhängt, wie
- Zusammensetzung des Aufsichtsrats,
- Diversität der Mitglieder,
- Erfahrungen und Fähigkeiten,
- Unternehmensrichtlinien (Maßnahmen zur Verhinderung von Bestechung, Korruption oder Betrug).
Für Aktionäre eines Unternehmens oder eines Investmentfonds können die ESG-Ratings helfen, ob einem Unternehmen zukünftig "Gefahren drohen".
Beispiel: Dieselaffäre
Bereits 2013 identifizierte der MSCI ESG Research Bedenken bezüglich Corporate Governance des betroffenen Unternehmens (VW).
Infolgedessen war das Unternehmen bereits vor dem Skandal von den ESG-Leader-Indizes ausgeschlossen.
Environment Social Governance - 10 Punkte Aktionsplan der EU-Kommision
- EU-Klassifizierungssystem für nachhaltige Aktivitäten etablieren (Taxonomie)
- Standards und Labels für grüne Finanzprodukte etablieren
- Investments in nachhaltige Projekte fördern
- Nachhaltigkeit in die Anlageberatung integrieren
- Nachhaltige Benchmark etablieren in Kapitalmärkten
- Nachhaltigkeit besser in Rating und Research integrieren
- Pflichten von institutionellen Anlegern und Asset Managern klarstellen
- Nachhaltigkeit in die aufsichtsrechtliche Anforderungen integrieren
- Nachhaltige Offenlegung und Regeln für Rechnungslegung stärken
- Nachhaltige Corporate Governance stärken und kurzfristiges Handeln
Weltweit wächst der ESG-bezogene Regulierungsdruck
Im finanzpolitischen Umfeld nimmt die Bedeutung der Nachhaltigkeit zu. Die ESG-bezogenen und anlageorientierten Regulierungen auf nationaler und internationaler Ebene ebenfalls.
Gab es bisher zahlreiche Regulierungen für Unternehmer und Emittenten, so ist am 10. März 2021 die Offenlegungsverordnung der Europäischen Union für Fondsgesellschaften in Kraft getreten. Weltweit planen Aufsichtsbehörden mit neuen Gesetzen bei ESG-Investitionen. Zahlreiche Fonds setzen bereits auf nachhaltige Unternehmen. Bei FondsClever.de finden Sie deshalb nachhaltige Fonds mit Berücksichtigung der ESG-Kriterien ohne Ausgabeaufschlag.