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Lexikon Investmentfonds - Seite 32

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Geldmenge

Im Eurowährungsgebiet beschreibt der Begriff Geldmenge den gesamten Bestand an Bargeld und Bankeinlagen, der sich auf alle Nichtbanken, wie z.B. Privatpersonen und Unternehmen, verteilt. Guthaben der Banken, zum Beispiel bei der EZB, finden dabei keine Berücksichtigung. Für die Wirtschaft stellt die Geldmenge eine wichtige ökonomische Größe dar und hängt eng mit der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen zusammen. Sie liefert Informationen bezüglich der langfristigen Preisentwicklung. Die wesentlichen Funktionen von Geld sind zum einen Tausch- und Zahlungsmittel und zum Anderen Wertaufbewahrungsmittel. Da der Übergang zwischen den beiden ersten Funktionen einerseits und der Wertaufbewahrungsfunktion andererseits gleitend ist, werden auch mehrere Geldmengen betrachtet. Deshalb unterscheidet das Eurosystem drei Geldmengen M1, M2 und M3 in Abhängigkeit von der jeweiligen Verfügbarkeit des Geldes für den Bankkunden.

Geldmenge M1

Die Geldmenge M1 umfasst diejenigen Geldguthaben von Nichtbanken, die ein Kunde am schnellsten in liquides Bargeld umtauschen kann. Dazu zählen alle außerhalb des Bankensektors zirkulierenden Bargeldbestände zum einen und täglich fällige Einlagen (Sichteinlagen) der Privatpersonen und Unternehmen auf Girokonten zum anderen. Die Einlagen können jederzeit in uneingeschränkt liquides Bargeld umgewandelt werden und zählen deshalb auch dazu. Anders ausgedrückt gehören zur Geldmenge M1 alle Geldbestände über die jederzeit verfügt werden kann.

Geldmenge M2

Zusätzlich zum gesamten Bargeldbestand und Bankeinlagen rechnet die Geldmenge M2 noch Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten und Termineinlagen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren dazu. Als Termineinlagen bezeichnet man Gelder, die bei einer Bank zu einem Festzins und zu einer bestimmten Laufzeit angelegt werden können.

Dagegen sind Spareinlagen grundsätzlich unbefristet und nach einer bestimmten Kündigungsfrist rückforderbar. Die Verzinsung gestaltet sich in der Regel variabel und passt sich dem allgemeinen Zinsniveau an. Normalerweise kann ein Bankkunde bei Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist bis zu 2.000,- Euro pro Monat abheben. Für Beträge, die über diese Summe hinausgehen, muss der Privatanleger jedoch die jeweiligen Kündigungsfristen beachten. Unterlässt er dies, kann die Bank einen Strafzins erheben.

Im Gegensatz zu den Sichteinlagen kann der Sparer die Spareinlagen gerade nicht jederzeit für Zahlungen heranziehen. Jedoch sind Termingelder und Spareinlagen mit kurzen Laufzeiten bzw. Kündigungsfristen relativ fix in Bestandteile der Geldmenge M1 umwandeln. Deshalb bilden sie zusammen mit M1 die Geldmenge M2.

Geldmenge M3

Die nächste Stufe ist die sogenannte Geldmenge M3. Sie beinhaltet die Bestandteile von M2 und darüber hinaus noch weitere kurzfristige Geldanlagen, die Banken und Finanzinstitute ausgeben und hinsichtlich ihres Liquiditätsgrads mit Bankeinlagen vergleichbar sind. Es ist die Rede von kurzfristigen Bankschuldverschreibungen (Laufzeit bis 2 Jahre), Geldmarktfondsanteile sowie Repogeschäfte.

Bei einer Bankschuldverschreibung zahlt die Bank nach Ablauf der Laufzeit den Nennwert an den Inhaber der Schuldverschreibung zurück. Der Käufer erhält Zinsen für die Überlassung seines Kapitals.

Geldmarktfonds verkaufen Anteile an Investoren, um sich Kapital zu beschaffen, die sie dann in kurzfristige Anlageformen anzulegen. Verkauft der Anleger seine Fondsanteile wieder zurück, bekommt er den Gegenwert als Sichteinlage auf sein Konto ausbezahlt.

Bei Repogeschäften besteht eine kurzfristige Rückkaufverpflichtung zwischen einer Bank und einer Nichtbank bezüglich eines gegen Zahlung an die Nichtbank verkauften Vermögensgegenstandes (z.B. ein Wertpapier). Ziel ist die kurzfristige Liquiditätsbeschaffung der Bank. Ökonomisch betrachtet liegt eine Termineinlage vor, die mit Wertpapieren besichert ist.

Keine eindeutige Definition der Geldmenge möglich

Die Übergänge der drei vorgestellten Geldmengen sind fließend. Deshalb ist es schwer, eine eindeutige Definition herauszuarbeiten. Letztendlich verwenden verschiedene Länder verschiedene Geldmengenbegriffe, je nachdem welche Kriterien für das jeweilige Land am wichtigsten erscheinen und zur Erfüllung der geldpolitischen Ziele am besten passen. Beispielsweise verwenden die Schweiz und die USA eine andere Definition als die EU und der Euroraum. Das Eurosystem verwendet die Geldmenge M3 für seine monetären Lageeinschätzungen.

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Deutschlandfonds

Deutschlandfonds sind Investmentfonds, die in Aktien deutscher Unternehmen investieren. Deutsche Unternehmen gelten im internationalen Vergleich als sehr solide. Beispielsweise hat sich die deutsche Wirtschaft in der Finanzkrise 2009 stark gezeigt und sich schnell wieder erholt. Privatanleger können mit Deutschland-Fonds von dieser robusten Wertentwicklung profitieren.

Die Stärke der größten deutschen Unternehmen zeigt sich beispielsweise auch im DAX, dem deutschen Aktienindex. Der DAX bildet die Wertentwicklung der 30 größten deutschen Unternehmen ab und hat sich als Leitindex für deutsche Aktiengesellschaften etabliert. Historisch gesehen hat der DAX in einem rollierenden Zeitraum von 13 Jahren und mehr immer ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Das heißt, dass ein Anleger über einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens 13 Jahren mit dem DAX immer sein Vermögen vermehren konnte.

Deutschlandfonds stehen auf solidem Fundament

Die größte europäische Volkswirtschaft verspricht eine nachhaltige Entwicklung. „Made in Germany“ ist weltweit ein Gütesiegel, das für höchste Qualität steht. Hohe Bildungsstandards, die gute Infrastruktur und die Krisenfestigkeit machen Deutschland auch für internationale Investoren sehr attraktiv. Zudem sind in Deutschland viele Hidden Champions („versteckte Gewinner“) ansässig. Dies sind vergleichsweise unbekannte Unternehmen, die auf dem Weltmarkt eine führende Position innehaben. All dies spricht eindeutig für den „Standort Deutschland“.

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Zins

Der Zins ist der Geldbetrag, den ein Schuldner einem Gläubiger für die befristete Überlassung von Kapital oder Sachen entrichtet. Die Zinsen stellen das Entgelt für die zeitliche Überlassung des Kapitals dar. Beispielsweise verzinsen Banken eingezahltes Sparguthaben. Auf die Zinszahlungen fallen dann wiederum Zinsen an, die sogenannten Zinseszinsen.

Abgrenzung von Zinsen zu Erträgen

Allgemein unterscheiden sich Zinsen von Erträgen darin, dass Gläubiger Zinsen für die Verleihung von Kapital erhalten, wohingegen Erträge dem Besitzer eines Vermögenswertes zufließen. Dies ist der Grund, weshalb Investmentfonds im Gegensatz zu Banksparprodukten keine Zinsen auszahlen. Investmentfonds legen das Kapital der Anleger direkt in Vermögenswerte wie beispielsweise Aktien, Anleihen oder Immobilien an, welche Erträge erwirtschaften. Diese Erträge fließen dem Investmentfonds zu – der Wert eines Anteils steigt. Ferner existieren ausschüttende Investmentfonds, welche erzielte Erträge in regelmäßigem Turnus an die Anleger ausschütten.
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Gold-Fonds

Gold-Fonds sind Investmentfonds mit direktem oder indirektem Bezug zum Rohstoff Gold. Sie investieren unter anderem in Aktien von Goldminen und andere Gold verarbeitende Unternehmen, in das Edelmetall Gold selbst sowie goldbezogene Wertpapiere wie zum Beispiel ETCs und ETFs.

Funktionen von Gold für Anleger

Gold im Portfolio hat klassischerweise eine Art Versicherungsfunktion. Wenn die Wirtschaftslage nicht gut war, investierten viele Anleger in Gold als stabilen Rettungsanker. Denn die Wertentwicklung von Gold war in der Vergangenheit meist nur gering oder negativ mit anderen Vermögenswerten korreliert. Korreliert bedeutet „im Zusammenhang stehen“.

So raten auch heute Experten jedem Anleger, dem eigenen Portfolio Gold beizumischen. Mit fünf bis zehn Prozent Gold sollte das eigene Portfolio an Stabilität gewinnen und weniger im Wert schwanken. Für die Befürworter von Gold ist die Sache klar: Der Goldpreis kennt langfristig nur eine Richtung und zwar nach oben. Dafür sorge einerseits die Knappheit von Gold und andererseits die Nachfrage aus der Industrie und Indien/Fernost. Des Weiteren stehen auch die Notenbanken auf der Käuferseite, um ihre Bestände zu erhöhen, sowie viele Privatanleger, die aus Angst vor kommenden Strafzinsen auf ihr Barvermögen physisches Gold erwerben. All das sollte sich in Zukunft positiv auf den Goldpreis auswirken.

Es gibt natürlich auf der anderen Seite auch Skeptiker, die der Knappheit von Gold kritisch gegenüberstehen. Sollte der Preis von Gold langfristig steigen, werden auch schwerer zugängliche Goldvorkommen ausgebeutet und wieder mehr Gold gefördert. Außerdem sind die Förderkosten des Edelmetalls in den letzten Jahren immer weiter gesunken, was die Förderungen von Gold noch attraktiver macht.

Gold-Fonds als attraktives Investment für Privatanleger

Gold-Investmentfonds können anders als das Edelmetall Gold Erträge wie Zinsen und Dividenden erwirtschaften. Denn mit Gold-Fonds können Sie an der Wertentwicklung von erfolgreichen Goldunternehmen teilhaben. Hauptsächlich investieren die professionellen Fondsmanager in Aktien von Goldminen und Unternehmen, die Goldvorkommen erforschen. Darüber hinaus existieren Fonds, die neben Gold auch in Silber oder weitere Edelmetalle investieren. Die Wertentwicklung ist somit nicht nur von einer einzigen Goldminenaktie abhängig.

Zudem ist das Vermögen der Anleger gesetzlich geschützt. Das Anlagevermögen muss als sogenanntes Sondervermögen von einer Depotbank verwahrt werden und ist im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft dem Zugriff der Gläubiger verschlossen.

Gold-Fonds bieten viele Vorteile des physischen Goldes und sind gleichzeitig wesentlich einfacher im Handling. Auf FondsClever.de erhalten Sie die besten Gold-Fonds mit 100 % Sofortrabatt auf den Ausgabeaufschlag!

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