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Lexikon Investmentfonds - Seite 22

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Chart

Als Chart bezeichnet man die graphische Darstellung einer Datenreihe. In Zusammenhang mit Wertpapieren versteht man dabei die Abbildung der historischen Kursentwicklung des entsprechenden Wertpapiers oder Investmentfonds. Während man die Zeit auf der Abszisse (der X-Achse) abbildet, trägt man den Preis auf der Ordinate (Y-Achse) linear ein. Im Chartbild lassen sich anhand der Länge des Betrachtungszeitraums und der Länge des gewählten Zeitintervalls Unterscheidungen vornehmen. Um eine bessere Übersicht zu erhalten, steigt die Länge des Intervalls proportional zu der Länge des betrachteten Gesamtzeitraums. Auch bei Fonds nutzt man Charts zum Beispiel zur Darstellung des Kursverlaufs.

Unterschiedliche Darstellungsformen des Chart bei Fonds

Im Rahmen der technischen Analyse untersuchen Analysten das Chartbild auf bestimmte Muster und Trends um auf Basis dessen eine Prognose über den künftigen Kursverlauf des Wertpapiers oder Fonds zu erstellen. Daher werden in der Regel vier verschiedene Varianten zur Ausgestaltung des Chartbilds genutzt:
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Aktiengesellschaft (AG)

Die Aktiengesellschaft bezeichnet die Rechtsform eines Unternehmens, bei der die Eigentümer ihre Anteile an der Gesellschaft in Form von Aktien halten. Die Grundzüge einer Aktiengesellschaft sind anhand des Aktiengesetzes (AktG) geregelt. Zahlreiche Investmentfonds investieren in Aktien einer Aktiengesellschaft. Mit der Anlage in Aktienfonds setzen Anleger nicht auf einzelne Aktien, sondern sind an einer Vielzahl ausgewählter Aktiengesellschaften beteiligt.

In der Regel sind die Aktionäre nicht direkt am Geschäftsbetrieb des Unternehmens beteiligt. Sie stellen mit ihren Einlagen nur das zum Geschäftsbetrieb nötige Kapital zur Verfügung. Die Haftung eines Aktionärs ist auf die Höhe seiner Anlage beschränkt. Die Rechtsform einer Aktiengesellschaft ist nicht gleichbedeutend mit der Listung an einer Wertpapierbörse. Der Gang an die Börse muss das Unternehmen separat beantragen. Im schlimmsten Fall kann somit nur ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals erfolgen, es besteht allerdings keine Nachschusspflicht. Die Aufteilung des Grundkapitals in Aktien ermöglicht es somit auch Kleinanlegern und Mitarbeitern am Erfolg eines Unternehmens teilzuhaben.
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Net Asset Value

Eine Depotbank berechnet in der Regel einmal pro Tag den Wert eines Investmentfondsanteils und stellt diesen Wert den Anlegern und der Öffentlichkeit zur Verfügung. Dazu sucht die Depotbank alle aktuellen Kurse der im Investmentfonds enthaltenen Wertpapiere heraus und addiert diese dann auf. Sollte der Fonds noch weitere Vermögenswerte wie zum Beispiel Anleihen, Immobilien, Barvermögen usw. besitzen, muss die Depotbank bei ihrer Berechnung diese Vermögenswerte auch noch einbeziehen. Dadurch ergibt sich die Summe aller Vermögenswerte, die der Investmentfonds besitzt. Auf der anderen Seite müssen nun noch sämtliche Verbindlichkeiten des Fonds von den Vermögenswerten abgezogen werden. Es ergibt sich dann die Nettosumme, der Nettoinventarwert des Fondsvermögens, oder auch Net Asset Value (NAV) des Investmentfonds.

Der Net Asset Value eines Investmentfonds

Für einen Privatanleger ist der Net Asset Value pro Investmentfondsanteil natürlich bedeutsamer als der Wert der gesamten Investmentfondsgesellschaft. Die Depotbank dividiert dazu den zuvor berechneten Nettoinventarwert des Fonds durch die ausgegebenen Investmentfondsanteile und erhält nun den Nettoinventarwert pro Anteil, der in der Regel auch dem Rücknahmepreis eines Fondsanteils entspricht.
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Risikostreuung

Die Risikostreuung oder auch Diversifikation ist ein Grundsatz der Wertanlage von Investmentfonds. Das Fondsmanagement verteilt das gesamte Fondsvolumen, bzw. das vom Anleger investierte Kapital, auf verschiedene Vermögenswerte. Der Fondsmanager hat, je nachdem um welche Fondsart es sich handelt, die Möglichkeit, beispielsweise in Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen oder Immobilien zu investieren. Innerhalb einer bestimmten Anlageklasse erfolgt eine weitere Risikostreuung. Für Aktien bedeutet dies zum Beispiel die Anlage in deutsche Aktien, amerikanische Aktien und japanische Aktien. Diese können dann erneut verteilt werden auf z. B. verschiedene Branchen oder nach der Größe eines Unternehmens. Dem Fondsmanager bieten sich je nach Anlageschwerpunkt vielfältige Möglichkeiten die ihm zur Verfügung stehenden Gelder anzulegen. Verliert nun eines der Wertpapiere an Wert, so wird das Gesamtvermögen nur gering beeinflusst, da die anderen Vermögenswerte den Verlust abfedern.

Risikostreuung mit Investmentfonds

Mit Investmentfonds besitzen Privatanleger damit ein effektives Instrument, um ein mögliches Klumpenrisiko zu reduzieren. Ein Klumpenrisiko entsteht dann, wenn ein Vermögenswert oder Wertpapier ein deutliches Übergewicht gegenüber dem Gesamtportfolio hat. Die Anlage in eine Vielzahl von Vermögenswerten und Wertpapieren über Investmentfonds reduziert die Abhängigkeit von Wertschwankungen einer einzigen Geldanlage.

Risikostreuung (Diversifikation) in der Portfoliotheorie

Zwei Arten von Risiken

Die Portfoliotheorie geht davon aus, dass ein Teil des Risikos eines Wertpapieres durch Risikostreuung (Diversifikation) eliminiert werden kann, ein anderer Teil nicht.

Man teilt das Risiko des Wertpapiers, beispielsweise einer Aktie, in einen systematischen und einen unsystematischen Teil. Das systematische Risiko oder Marktrisiko betrifft alle Wertpapiere gleichermaßen. Beispiele für das systematische Risiko sind staatliche Eingriffe, Naturereignisse oder Zinsänderungen, die den Preis aller Wertpapiere am Markt beeinflussen.

Das unsystematische Risiko ist das unternehmensspezifische Risiko. Das heißt, eine Aktie trägt das einzigartige Risiko des Unternehmens, das diese Aktie ausgibt. Eine Aktie eines anderen Unternehmens weist ein damit anderes unsystematisches Risiko auf. Folglich besitzen alle Aktien am Markt einen individuellen (unsystematischen) Risikoanteil.

Wertschwankungen und Volatilität

Risiko wird dadurch sichtbar, dass die Kurse der Aktien schwanken. Unterschiedliche Aktien, die unterschiedliche unsystematische Risiken tragen, unterscheiden sich damit in ihrem Schwankungsverhalten (der Volatilität).

Betrachten wir nun die Richtung des Schwankungsverhaltens. Bewegt sich beispielsweise der Kurs von Aktie A nach oben und der Kurs von Aktie B um den gleichen Betrag nach unten, so erfährt ein Portfolio aus einer Aktie A und einer Aktie B keine Wertänderung.

Das ist der Grundgedanke der Portfoliotheorie nach Harry Markowitz: Die Kurse von Wertpapieren schwanken nicht gleichgerichtet und unterschiedlich stark. Dadurch, dass man verschiedene Wertpapiere mit unterschiedlichem Schwankungsverhalten kombiniert, reduziert sich die Wertschwankung des gesamten Portfolios. Der Anleger erzielt somit den Effekt, dass seine Anlage (sein Portfolio) weniger stark im Wert schwankt als die Bestandteile und damit weniger riskant ist. Dies bezeichnet man als Risikostreuung oder auch Diversifikation.

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