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Lexikon Investmentfonds - Seite 11

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Neuste Einträge im Lexikon Investmentfonds

Depotführungsentgelt

Das Depotführungsentgelt oder auch Depotgebühr ist die Gebühr, die Banken für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren in einem Depot verlangen. Die Höhe des Entgelts unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

Die Gebühren bemessen sich an dem Aufwand, den die Bank für die Depotführung betreibt. Daher sind die Gebühren häufig nach Art der Wertpapiere, Nenn- und Kurswert, Bestand und Umsatz gestaffelt.

Depotführungsentgelt ist nicht alles

Insbesondere Online-Banken oder Online-Broker bieten sehr günstige oder sogar kostenlose Depots an. Voraussetzung ist allerdings oft, dass die Anleger eine bestimmte Zahl von Transaktionen vornehmen. Die Transaktionskosten gleichen dann das fehlende Depotführungsentgelt aus. Auch wenn kein Limit an Transaktionen vorgegeben ist, sind die Transaktionskosten häufig der größte Kostenfaktor bei der Führung eines Depots. Denn es gibt kein Depot ohne Ordergebühren.

Für ein umfassendes Bild über alle Kosten der Depotführung empfiehlt sich ein Depot-Kosten-Vergleich, der alle Kosten mit einberechnet.

Keine Depotgebühren ab 25.000,- Euro

Bereits ab einem Depotbestand von 25.000,- € (ausgenommen ETF) ist die Depotführung bei ebase über FondsClever.de kostenfrei! Ansonsten zahlen Sie für das günstigste ebase Depot „flex basic“ nur 15,- € jährlich. Minderjährige erhalten das ebase Depot derzeit sogar kostenfrei.

Weitere Gebühren im Blick behalten

Das Depotführungsentgelt wird an die Depotbank gezahlt. Zudem verlangen Fondsgesellschaften für ihre Arbeit, also die Verwaltung des Fonds und die Betreuung durch die Fonds-Manager, eine Gebühr, die sich am Fondsvermögen bemisst. Sie beträgt pro Jahr im Schnitt 1,5 Prozent des Fondsvermögens und wird direkt von dort abgeführt. Manche Fondsgesellschaften erheben auch eine Performance-Fee. Sie wird fällig, wenn ein Fonds sich besonders gut entwickelt. Die Performancegebühr kann zwischen 20 und 25 Prozent der erwirtschafteten Gewinne betragen.

Depotführungsentgelt nicht mehr abseztbar

Depotführungsgebühren kann man seit 2009, als die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, nicht mehr als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend machen. Alle Erträge der Kunden geben die Banken an das zuständige Finanzamt weiter. Kosten für die Depotführung können Anleger über die Anlage KAP der Steuererklärung geltend machen.

Wer nur Wertpapiere des Bundes kauft (Schuld­verschreibungen, Anleihen, Schatzbriefe etc.), kann diese bei der Bundesschuldenverwaltung aufbewahren. Dort fällt kein Depotführungsentgelt an.

Beim Fondsdiscounter den Ausgabeaufschlag sparen

Ein großer Kostenfaktor bei der Anlage in Investmentfonds ist der Ausgabeaufschlag (Agio). Banken erheben ihn für ihre Beratungsleistung. Fondsdiscounter machen keine Anlageberatung und können daher unterschiedlich hohe Rabatte bei den Ausgabeaufschlägen anbieten. Bei FondsClever.de können Kunden aus rund 6.000 Investmentfonds wählen und erhalten dabei grundsätzlich einen 100%-Sofortrabatt auf den Ausgabezuschlag.

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Zielfonds

Als „Zielfonds“ bezeichnet man einen Investmentfonds, in den ein Dachfonds investiert. Das Fondmanagement eines Dachfonds bzw. Umbrella-Fonds (Schirmfonds) legt das Kapital seiner Anleger in Fondsanteilen verschiedener Fondsgesellschaften an. Durch diese Diversifikation auf mehrere Zielfonds wird das Risiko zusätzlich gestreut.

Vorteile von Dachfonds gegenüber einzelnen Investmentfonds

Durch die Fondsmanager des Dachfonds und zusätzlich der einzelnen Zielfonds verdoppelt und potenziert sich die Risikostreuung. Denn so ein „Funds of Funds“ (englische Bezeichnung) diversifiziert in einer Breite, wie es der einzelne Zielfonds nie allein leisten kann. Zudem fungiert das aktive und professionelle Fondsmanagement des Dachfonds, das rasch auf Marktveränderung reagieren kann, wie eine eigene Vermögensverwaltung für den Anteilseigner. Auf diese Weise können auch Kleinanleger von einem aktiv gemanagten Portfolio profitieren, weil die Dachfondsmanager bestrebt sind, verschiedene Marktsegmente mit den jeweils attraktivsten Investmentfonds abzudecken. Prinzipiell ist so jedes Rendite-Risiko-Profile aufstellbar. Ein weiterer Vorteil für Privatanleger: Über einen Dachfonds ist für sie der Zugang zu geschlossenen oder zu institutionellen Fonds („Institutional Shares“) möglich, in welche sie selbst direkt nicht investieren können.

Investments in Zielfonds verschiedener Fondsgesellschaften

Für das Investment in Zielfonds gelten für das Fondsmanagement des Dachfonds einige Regeln. So darf ein einzelner Zielfonds nur maximal 20 Prozent des Gesamtkapitals des Schirmfonds ausmachen. Außerdem dürfen nicht mehr als 10 Prozent des Vermögens eines einzelnen Fonds vom Dachfonds gehalten werden. Wichtig für den Kapitalanleger ist auch die Unabhängigkeit des Dachfondsmanagements. Sie ist immer dann gewährleistet, wenn der Dachfonds nicht eine Fondsgesellschaft mit ihren Finanzprodukten verstärkt berücksichtigt. Denn solch eine Bevorzugung würde dem eigentlichen Gedanken der breiteren Diversifizierung letztlich entgegen laufen. Daher sollten in einem Dachfonds verschiedene Fondsgesellschaften und damit auch verschiedene Fondsmanager der jeweiligen Einzelfonds vertreten sein, um die Risikostreuung und die Renditechancen zu erhöhen.

Kosten auf Seiten der Dachfonds und Zielfonds

Die zusätzliche Managementebene des Dachfonds neben der des Zielfonds bedeutet zunächst einmal auch zusätzliche Kosten. Allerdings würde auch ein beauftragter Vermögensverwalter, der für einen Privatanleger das Depot und Portfolio betreut, Kosten verursachen. Ein Dachfonds kann da durchaus die günstigere Variante sein. Denn dieser kann Anteile bei der Gesellschaft des Zielfonds zumeist zum Nettoinventarwert ohne Agio wie etwa den Ausgabeaufschlag kaufen. Dennoch fallen Managementgebühren, Performance-Fee, Transaktionskosten und sonstige Gebühren sowohl für den Zielfonds als auch für den Dachfonds an. Auch bei vereinbarten Sonderkonditionen zwischen Dach- und Zielfondsgesellschaften bleibt der Anleger von einer gewissen Doppelbelastung also nicht verschont.

Tipp von FondsClever.de:
Bei FondsClever.de entfällt der Ausgabeaufschlag für Sie als Anleger grundsätzlich bei allen angebotenen Kapitalanlagen in rund 6.000 Investmentfonds.

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ExPost-Report

Der ExPost-Report ist ein Kostenbericht, den Finanzinstitute und -dienstleister ihren Anlegern einmal im Jahr vorlegen müssen. Diese Verpflichtung besteht seit 2019 für alle Banken, Fondsgesellschaften und Fondsplattformen, die unter die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II fallen. Der ExPost-Report informiert die Kunden über alle Kosten des Finanzprodukts und der Finanzdienstleistungen, welche im zurückliegenden Jahr im Zusammenhang mit ihrer Kapitalanlage angefallen sind.

Ex-ante und ex-post Kosteninformationen bei der Kapitalanlage

Der ExPost-Report nach den neuen EU-Transparenzregeln verpflichtet die Finanzdienstleister die tatsächlich entstandenen Depotkosten des Vorjahres genau auszuweisen. Damit sollen die Kapitalanleger besser in der Lage sein, die Kosten ihrer Investments zu überprüfen und künftige Anlage­entscheidungen treffen zu können als mithilfe der Ex-ante-Kosteninformationen, die seit Anfang 2018 ebenfalls Pflicht sind. Denn in der Ex-ante-Aufstellung wird nur prozentual dargestellt wird, mit welchen Kosten beim Erwerb von Fondanteilen, Aktien oder weiterer Finanzprodukte anteilig am angelegten Kapital zu rechnen ist. Im Gegensatz dazu führt nunmehr der ExPost-Report als nachträglicher Kostenausweis alle abgerechneten Kosten in absoluten Euro- und Cent-Beträgen auf.

Detaillierte Abrechnung im ExPost-Report bei Investmentfonds

Der ExPost-Report für einen Investmentfonds beinhaltet zum einen die laufenden Dienstleistungskosten für das Fondsmanagement. Und gegebenenfalls ist zudem die Erfolgsgebühr bei guter Wertentwicklung, die sogenannte Performance-Fee, enthalten. Zum anderen listet der ExPost-Report die einmaligen Kosten auf, die beim Kauf von Fondsanteilen in Rechnung gestellt wurden. Zu diesen gehört insbesondere der Ausgabeaufschlag, der von Banken beim Fondskauf erhoben wird. Beim Fondsdiscount entfällt dieser je nach Anbieter teilweise oder in voller Höhe. FondsClever.de bietet grundsätzlich immer einen 100%-Rabatt auf den Ausgabezuschlag bei allen Kapitalanlagen in rund 6.000 Investmentfonds an.

ExPost-Report und weitere Informationen über Fonds und Depots

Üblicherweise erhalten Kapitalanleger in den ersten Monaten eines jeden Jahres eine Übersicht über die Entwicklung ihrer Investmentdepots. Darüber hinaus bekommen sie die Bescheinigungen über ihre Erträge aus Wertpapieren und Fonds für die Steuererklärung zugeschickt. Diese ersetzt der ExPost-Report nicht. Ergänzend soll er nach dem Anlegerschutz-Bestreben des europäischen Gesetzgebers dem Depotinhaber zur verbesserten Kostentransparenz verhelfen, die ihm bei seiner weiteren Anlagestrategie als Grundlage dienen kann.

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Korrelations­koeffizient

Der Korrelations­koeffizient ist eine mathematische Größe, die über die Korrelation, also die wechselhafte Beziehung zweier oder mehrerer Variablen Auskunft gibt. Im Börsen- und Finanzgeschäft ermittelt man den Wert, um die Korrelation zwischen mehreren Wertpapieren oder Investmentfonds zu bestimmen. Der jeweilige Korrelations­koeffizient kann zwischen -1 und +1 liegen. Ein Koeffizient von +1 bedeutet, dass zum Beispiel bei zwei Aktien eine Gleichläufigkeit der Kursentwicklung besteht. Umgekehrt verläuft die Preisentwicklung von zwei Investmentfonds bei einer Korrelation von -1 entgegengesetzt. Entwickelt sich die Performance von verschiedenen Wertpapieren völlig unabhängig voneinander ist der Korrelations­koeffizient gleich Null.

Zusammenhang mit Diversifikation bei Investmentfonds

Neben der Diversifikation tragen insbesondere niedrige Korrelationen im Portfolio eines Anlegers zur Risikominimierung bei. Sinn und Zweck der Diversifizierung ist eine optimale Zusammensetzung eines Portfolios hinsichtlich Renditechancen und Verlustrisiko durch die Streuung der Kapitalanlage auf mehrere Anlageformen und Investmentfonds. Je niedriger in einem diversifizierten Portfolio dabei die Korrelation zwischen den Teilinvestments ausfällt, umso mehr wird das Risiko von Verlusten gemindert.

Niedriger Korrelations­koeffizient steigert Risikominderung

Dass die isolierte Betrachtung von Risiko und Rendite einzelner Aktien oder Fonds nicht ausreicht, hat der US-amerikanische Ökonom Harry Max Markowitz bereits im vergangenen Jahrhundert in seiner Portfolio-Theorie konstatiert, für die er mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Darin hat Markowitz erörtert, dass man stets die Korrelation zwischen den jeweiligen Wertpapieren untersuchen und berücksichtigen muss.

Denn entscheidend ist nicht die reine Quantität von Wertpapieren oder Fonds in einem Depot. Die wirklich breite Risikostreuung ist nämlich nicht allein durch eine hohe Anzahl von Anlageformen und -klassen garantiert. Sie erreicht man erst, wenn das Portfolio aus Wertpapieren und Fondsanteilen besteht, die untereinander eine möglichst geringe Korrelation aufweisen, d.h. sich eher gegenläufig als gleichläufig entwickeln.

Vorteil von negativer Korrelation innerhalb von Investmentfonds

Gemäß der Markowitz-Theorie ist die Zusammensetzung von Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Themenfonds, Nachhaltigkeitsfonds oder Ökofonds umso schlechter, je stärker die einzelnen Titel innerhalb des Fonds gleichförmig korrelieren. Diese Erkenntnis nutzen zahlreiche Fondsmanager bei ihrer Anlagestrategie. Sie meiden Wertpapiere, die gegen einen Korrelationswert von +1 tendieren. Denn sie würden bei einem fallenden Kurs gleichermaßen zu Verlusten führen.

Ein Korrelations­koeffizient von Null bei der Kombination von Anlagen ist deutlich besser, weil sich ihre Performance völlig unabhängig voneinander entwickelt. Optimal wird die Risikostreuung, wenn das Fondsmanagement in einen Investmentfonds Wertpapiere mit negativen Korrelations­koeffizienten und gegenläufigem Profil hineinnimmt. Sollte dann der Kurs für einen Titel fallen, steigt er für den anderen. Bei der extremen Maßzahl von -1 für die Korrelation zwischen zwei Wertpapieren würde sich also ein Verlust auf der einen Seite durch den Kursgewinn auf der anderen Seite in der Gesamtperformance letztlich egalisieren.

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