Fragen & Antworten zur Riester-Rente

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Ihre Fragen zur Riester-Rente, Fondssparplänen oder rund um Investmentfonds beantwortet Ihnen auch gerne das FondsClever.de Serviceteam unter Tel.: 0800 - 11 55 700.

Fragen zur Riester-Rente und die dazugehörigen Antworten finden Sie im folgenden Abschnitt:
(Stand: 07.02.2013)

1.

Wer wird bei der Riester-Rente staatlich gefördert?

Zum Kreis der begünstigten Personen gehören alle Bundesbürger, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Dies sind unter anderem:

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer,
  • Beamte, Richter, Soldaten und Bezieher von Amtsbezügen,
  • Bezieher von Lohnersatzleistungen wie Kranken-, Mutterschafts- oder Arbeitslosengeld,
  • Kindererziehende (maximal für die ersten drei Lebensjahre eines jeden Kindes),
  • Geringfügig Beschäftigte auf Basis von 400,- €, die auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichtet haben,
  • pflichtversicherte Selbstständige (z. B. Handwerker),
  • Wehr- und Zivildienstleistende,
  • Pflichtversicherte in der Altersversicherung der Landwirte,
  • Unter bestimmten Voraussetzungen auch nicht berufstätige Ehepartner*).

    *) Wenn nur ein Ehepartner zu diesem förderfähigen Kreis gehört, kann auch der nicht förderfähige Partner die Zulage erhalten. Voraussetzung: Beide Partner werden steuerlich zusammen veranlagt und haben jeweils einen eigenen Vertrag abgeschlossen. Für die staatliche Förderung gilt kein Einkommenslimit - auch Besserverdienende können in Riester-Produkte anlegen und die Förderung erhalten.

2.

Was wird vom Staat gefördert?

Der Staat bezuschusst private Altersvorsorgeverträge, wenn diese gewisse Voraussetzungen erfüllen. Dazu wurden bestimmte Kriterien festgelegt, deren Einhaltung das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen überprüft. Diese sind:

  • die Zusage, dass zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Altersvorsorgebeiträge (also der Eigenbeitrag einschließlich der staatlichen Förderung) für die Rente zur Verfügung stehen,
  • eine Gewährleistung, dass die Leistungen ab dem Beginn der Altersrente, frühestens ab dem 60. Lebensjahr, erbracht werden
  • eine Garantie für lebenslange Leistungen.

Alle Riester-Fondssparpläne, die Sie über FondsClever.de erwerben können, erfüllen die Kriterien, die zur Zertifizierung (Voraussetzung zur staatlichen Bezuschussung) erforderlich sind.

3.

Was bedeutet Zulage und Sonderausgabenabzug?

Die Förderung wird auf zweierlei Weise realisiert:

  1. Gewährung von Zulagen und
  2. Gewährung eines (zusätzlichen) Sonderausgabenabzugs.

Die Zulagen bestehen aus einer Grundzulage und einer Kinderzulage je kindergeldberechtigtes Kind. Diese werden einkommensunabhängig gewährt. Voraussetzung für die Zulagengewährung in voller Höhe ist der Abschluss eines zertifizierten Altersvorsorgevertrages und die Einzahlung von Mindesteigenbeiträgen durch den privaten Anleger. Wer den Mindestbetrag nur teilweise einbringt, erhält auch nur anteilig Zulagen.

Je nach persönlichen Verhältnissen können Sie zusätzlich noch durch den Sonderausgabenabzug Steuern sparen.

4.

Was bedeutet die Grund- und Kinderzulage vom Staat?

Neben einer Grundzulage gewährt der Staat dem Sparer auch eine Kinderzulage. Die Kinderzulage wird bei Ehepartnern, soweit diese nichts anderes vereinbaren, der Ehefrau zugesprochen. Die Kinderzulage wird für jedes kindergeldberechtigte Kind gewährt, für das der Antragsteller auch tatsächlich Kindergeld erhält.

Die Zulagen belaufen sich auf folgende Höhe:

Zeit­raum Maxi­male jähr­liche
Grund­zulage
"Allein­ste­hende"
Grund­zulage für beide Ehe­partner Maxi­male jähr­liche Kinder­zulage
pro Kind
Berufs­ein­steiger­bonus
seit 2008 bis zu 154,- € bis zu 308,- € 300,- €
(185,- € für vorm 01.01.2008 Geborene)
bis zu 200,- €
5.

Was sind Steuervorteile durch Sonderausgabenabzug?

Um die vollen Zulagen zu erhalten, sollten Sie den staatlich definierten Mindesteigenbeitrag in Ihren Riester-Fondssparplan einzahlen. Dieser setzt sich aus Eigenleistung und staatlicher Förderung zusammen.

Wenn Sie höhere Eigenbeiträge als die Mindesteigenbeiträge leisten, können Sie ggf. einen zusätzlichen Steuervorteil erzielen – allerdings nur bei Zahlungen bis zu einem gesetzlich vorgegebenen Höchsteigenbeitrag.

Die Berechnung des Mindesteigenbeitrags erfolgt nach folgendem Schema:

Steuer­licher Veranlagungs­zeitraum Mindest­eigen­beitrag
pro Jahr
1)
Jähr­licher steuer­licher Sonder­ausgaben­abzug 2)
seit 2008 4 % bis max. 2.100,- € 2.100,- € einschl. Zulagen
6.

Müssen auch Eigenbeiträge geleistet werden, wenn die Zulagen bereits höher sind als der Mindesteigenbeitrag?

Ab 2012 müssen alle Riester-Sparer einen Sockelbetrag von 60,- € in ihren Vorsorgevertrag einzahlen. Wird dieser Sockelbetrag nicht eingezahlt, entfallen Zulagen und Steuervorteile. Zukünftig sind beitragsfreie Verträge für mittelbar Zulagenberechtigte (Ehegattenverträge), auf die lediglich die staatlichen Riester-Zulagen fließen, nicht mehr möglich.

7.

Was geschieht, wenn ich die Eigenbeiträge aus einem unvorhergesehenen Grund nicht mehr leisten kann?

Der Altersvorsorgevertrag kann jederzeit durch schriftliche Mitteilung an die depotführende Stelle ruhend gestellt werden. In diesem Fall müssen keine Eigenbeiträge gezahlt werden, gleichzeitig werden auch keine Zulagen mehr gewährt. Das Aussetzen der Zahlungen bedeutet keine schädliche Auflösung, das heißt, dass weder steuerliche Vorteile noch Zulagen zurückgezahlt werden müssen.

8.

Können Riesterverträge vorzeitig aufgelöst werden?

Der Vertrag kann jederzeit gekündigt werden. Wird das gebildete Altersvorsorgevermögen auf einen anderen zertifizierten Riestervertrag übertragen, bleibt die bisher ausgezahlte staatliche Förderung erhalten. Wird dagegen das gebildete Altersvorsorgevermögen an den Anleger ausgezahlt, handelt es sich um eine schädliche Verwendung. In diesem Falle wird das aktuelle Guthaben abzüglich der erhaltenen Förderung und des ggf. gewährten Sonderausgabenabzugs an den Anleger ausgezahlt.

9.

Wie flexibel bin ich bei Vertragsbeginn?

DWS RiesterRente Premium: Das Mindesteintrittsalter beträgt 0 Jahre, d. h., die DWS RiesterRente Premium kann bereits mit Geburt des Kindes abgeschlossen werden. Das maximale Eintrittsalter liegt bei höchstens 62 Jahren. Die DWS RiesterRente Premium hat eine Vertragslaufzeit von mindestens 25 (vollen) Jahren. Wählt der Kunde z. B. den 67. Geburtstag als Auszahlungsbeginn, muss er den Vertrag vor dem 42. Geburtstag abschließen. Bitte bei ungeförderten Verträgen beachten: Die hälftige Besteuerung der Erträge bzw. die Ertragsanteilbesteuerung kommt nur zum Tragen, wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre läuft und bei Auszahlung das 62. Lebensjahr vollendet ist. Bitte beachten Sie diesen Aspekt unbedingt bei der Eröffnung einer DWS RiesterRente Premium, sofern ungefördert gespart werden soll.

DWS TopRente: Das Mindesteintrittsalter beträgt 15 Jahre (bitte beachten Sie bei Antragstellung die entsprechenden Hinweise für die Depoteröffnung für Minderjährige). Das maximale Alter liegt bei der DWS TopRente Dynamik sowie bei der DWS TopRente Balance bei 46 Jahren. Bitte bei ungeförderten Verträgen beachten: Die hälftige Besteuerung der Erträge bzw. die Ertragsanteilsbesteuerung kommt nur zum Tragen, wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre läuft und bei Auszahlung das 62. Lebensjahr vollendet ist. Bitte beachten Sie diesen Aspekt unbedingt bei der Eröffnung einer DWS TopRente, sofern ungefördert gespart werden soll.

10.

Wie flexibel bin ich zu Beginn der Auszahlungsphase?

Aus geförderten Vermögen können 30 % des Kapitals förderunschädlich entnommen werden. Alternativ kann das Kapital selbstverständlich auch ganz oder teilweise verrentet werden. Bitte beachten Sie auch die „Kurzangaben über steuerrechtliche Vorschriften“ im Antragsformular für die DWS TopRente.

11.

Ist die „Riester-Rente“ bei Arbeitslosigkeit Hartz-IV sicher??

Nach der "Hartz IV"-Reform haben viele Langzeitarbeitslose erst dann Anspruch auf Arbeitslosengeld II, wenn sie ihr privates Vermögen bis auf einen geringen Freibetrag verbraucht haben. Das heißt, auch Rücklagen für die eigene Altersvorsorge, z.B. private Lebensversicherungsverträge oder Sparbuch-Guthaben, sind davon betroffen. Einzige Ausnahme: "riesterfähige" Anlagen, wie z.B. die Riester-Produkte der DWS und ebase, sind auch im Fall der Arbeitslosigkeit vor dem Zugriff des Staates geschützt, also auch im Fall einer plötzlichen Arbeitslosigkeit.

12.

Was passiert im Todesfall des Sparers?

Das in einem Fondssparplan angesparte Kapital kann grundsätzlich wie normales Vermögen vererbt werden. Bei einem Riester-Vertrag gibt es folgende Regelungen:

  • Erbe ist Ehepartner: Entweder förderunschädlicher Übertrag des Guthabens auf einen Riester-Vertrag des erbenden Ehepartners oder Versteuerung und Auszahlung des gebildeten Kapitals abzüglich der Zulagen, inklusive der steuerlichen Vergünstigungen.
  • Erbe ist nicht Ehepartner: Versteuerung und Auszahlung des gebildeten Kapitals abzüglich der Zulagen, inklusive der steuerlichen Vergünstigungen.
13.

Was passiert mit der Abgeltungssteuer bei Riester-Fondssparplänen?

Der Vorteil bei Riester-Fondssparplänen ist, dass die Leistungen aus Riesterverträgen nicht zu den Kapitaleinkünften, sondern zu den sogenannten Sonstigen Einkünften (gemäß § 22 Nr. 5 EstG) zählen. Sie unterliegen somit nicht der Abgeltungssteuer.

Auch für Personen, die nicht riesterförderberechtigt sind oder bereits den Maximalbetrag in eine Riester-Rente einzahlen, ist der Riester-Fondssparplan die richtige Wahl. Denn auch diese Personengruppe bekommt die Abgeltungssteuerbefreiung gewährt. Während der kompletten Ansparphase wird keine Besteuerung vorgenommen. In der Auszahlungsphase werden die auf geförderten Beiträge beruhenden Leistungen mit dem individuellen Steuersatz besteuert. Sofern Leistungen in der Auszahlungsphase auf nicht geförderte Beiträgen beruhen, ist nur die Hälfte des Unterschiedsbetrags (ausgezahlte Leistung - entrichtete Beträge) zu versteuern. Voraussetzung: Die Auszahlung erfolgt nach Vollendung des 62. Lebensjahres und nach Ablauf von zwölf Jahren seit Vertragsschluss. (Quelle: www.DWS.de)

Neben der Tatsache, dass man so einen Steuerstundungseffekt bis zum Auszahlungszeitpunkt erzielt, profitiert man zusätzlich davon, dass die Hälfte des persönlichen Steuersatzes so gut wie immer unter dem des Abgeltungssteuersatzes liegt.

14.

Ist die Riester-Rente pfändungssicher bzw. insolvenzgeschützt?

Hinsichtlich des Pfändungs- bzw. Insolvenzschutzes von "Riesterverträgen" ist zwischen dem angesparten Altersvorsorgevermögen und den Leistungen im Rentenbezug zu differenzieren: Das Altersvorsorgevermögen ist nach der gesetzlichen Anordnung des Einkommensteuergesetzes (§ 97 EStG) nicht übertragbar. Altersvorsorgevermögen ist das angesammelte Kapital, soweit es der steuerlichen Förderung unterliegt sowie die daraus erzielten Erträge. Ebenfalls geschützt sind die laufenden Altersvorsorgebeiträge sowie der Anspruch auf die staatliche Zulage.

Kapital, das nicht auf der staatlichen Förderung beruht sowie überzahlte Beiträge zu Riesterverträgen sind nicht vor einer Pfändung geschützt. Die in der Auszahlungsphase an den Vertragsinhaber zu leistenden Beträge unterliegen nicht dem Pfändungsschutz nach § 97 EStG.

15.

Wird Altersvorsorgevermögen („Riesterverträge“) im Rahmen der Berechnung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld angerechnet?

Eine Anrechnung von Vermögen im Rahmen des Arbeitslosengelds I findet in keinem Fall statt, da es sich um eine Versicherungsleistung handelt.

Grundsätzlich werden geförderte Altersvorsorgeverträge bei der Anrechnung des Vermögens auf einen Anspruch auf das Arbeitslosengeld II ebenfalls nicht berücksichtigt. Dies gilt für sämtliche Mitglieder einer so genannten Bedarfsgemeinschaft. Das bedeutet, dass z. B. auch minderjährige Kinder einen entsprechend geschützten Altersvorsorgevertrag abschließen können. Von der Anrechnung verschont bleibt zum einen das angesparte Altersvorsorgevermögen sowie die darauf entfallenden Erträge. Darüber hinaus sind die geförderten Beiträge, begrenzt auf die förderfähigen Höchstbeträge vor einer Anrechnung geschützt

16.

Was passiert mit ungeförderten Teilen eines Altersvorsorgevertrages bei der Anrechnung des Vermögens?

Grundsätzlich ist der Anteil des Altersvorsorgevermögens, der auf ungeförderten Beiträgen beruht, nicht vor der Anrechnung im Rahmen der Berechnung des ALG II geschützt. Nach Auffassung des Bundeswirtschaftsministeriums können ungeförderte Teile allerdings dem so genannten Grundfreibetrag für Vermögen zugeordnet werden. Dieser beträgt 150,- € je vollendetem Lebensjahr des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und seines Partners, mindestens jeweils 3.100,- €, höchstens jeweils 9.750,- €.

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