Nachhaltige Investmentfonds: Sauber investieren

Nachhaltig investierenImmer mehr Menschen möchten beim Investieren in Aktien- und Investmentfonds ein gutes Gewissen haben. Allein im vergangenen Jahr hat sich das Angebot für nachhaltige Investmentfonds um 59 Prozent erhöht, berichtet die Zeitschrift ÖKO-TEST (10/2015).

Ethisch-ökologische Fonds garantieren den Anlegern, dass keine Unternehmen oder Projekte unterstützt werden, die humanitäre, soziale oder ökologische Katastrophen mitverursachen. Nachhaltige Fonds sind laut ÖKO-TEST immer stärker nachgefragt. Gründe für den Boom sind der Klimawandel und die Finanzkrise. Wurde um das Jahr 2000 herum noch nicht einmal ein Prozent in nachhaltige Fonds angelegt, so mache das in den ESG-Fonds verwaltete Vermögen mit 45,5 Milliarden Euro mittlerweile 5,2 Prozent aller Publikumsfonds aus. „E“ steht dabei für Environment (Umwelt), „S“ für Social (Sozial) und „G“ für Governance (Regierungsform).

Nachhaltige Investmentfonds: keine Waffen, keine Gentechnik

Doch was macht eine Geldanlage zu einem nachhaltigen Fonds? ÖKO-TEST hat dafür Ausschlusskriterien festgelegt. Bei nachhaltigen Aktienfonds sind zum Beispiel Geschäfte mit geächteten Waffen wie Streubomben und Landminen ausgeschlossen. Die Produktion von Atomenergie darf nur maximal fünf Prozent des Umsatzes ausmachen. Gentechnik ist nicht erlaubt. Auch dürfen die Unternehmen keine Menschen-, Arbeits- oder Umweltrechte verletzen. Diese und weitere Kriterien gelten dabei auch für nachhaltige Renten- und Mischfonds. Zudem empfiehlt die Zeitschrift, darauf zu achten, dass das Nachhaltigkeitsprofil des Investmentfonds aktuell ist.

Nachhaltige Fonds bringen laut ÖKO-TEST im Schnitt sogar mehr Rendite

Nachhaltige Fonds brächten dabei im Schnitt sogar eine höhere Rendite als herkömmlich angelegte Fonds. Das ist das Ergebnis eines von ÖKO-TEST durchgeführten Vergleichs ausgewählter Fonds. Grund dafür sei das Auswahlverfahren. Die Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien mindere das Anlagerisiko, schreibt ÖKO-TEST. Diese Sorgfalt zahle sich dann durch eine bessere und konstantere Wertentwicklung von ökologischen Fonds aus. Die Kosten für die Verwaltung von aktiv gemanagten nachhaltigen Fonds lägen pro Jahr im Schnitt bei zwei Prozent des Fondsvermögens.

Ein Gütesiegel soll nachhaltige Investmentfonds auszeichnen

Doch wie können Anleger von nachhaltigen Fonds wirklich sicher sein, dass ihr Geld nur Positives bewirkt? Ende des Jahres wolle das Forum Nachhaltiger Geldanlagen (FNG) ein freiwilliges Gütesiegel vergeben. Verbraucher machten sich zudem für ein staatliches Gütesiegel stark, das am besten auf EU-Ebene eingeführt wird, schreibt ÖKO-TEST.

Fazit: Anleger werden umweltbewusster. Sie investieren gezielt in nachhaltige Fonds. Und müssen dabei keine Einbußen bei der Rendite in Kauf nehmen.

Daumen hoch

Tipp:

Finden Sie hier Ihren nachhaltigen Fonds mit den gewünschten Ethik- und Nachhaltigkeits­kriterien.

Quelle: „Test: Nachhaltige Investmentfonds: Saubere Gewinne“, ÖKO-Test, Oktober 2015, Seite 87-95.

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