Das sind die Kosten eines Investmentfonds

Kosten eines InvestmentfondsHäufig stellen sich Anleger die Frage: „Was kostet mich ein Investmentfonds?“. Zugegebenermaßen gibt es zahlreiche unterschiedliche Kostenarten bei Investmentfonds, sodass man als Anleger durchaus den Überblick verlieren kann. Gerne unterstützen wir Sie bei der Geldanlage mit Investmentfonds und geben Ihnen eine Aufstellung der wichtigsten Kosten eines Investmentfonds.

Kosten eines Investmentfonds im Überblick

Vertriebsprovision bzw. Ausgabeaufschlag

Die Vertriebsprovision, auch bekannt als Ausgabeaufschlag, ist ein Entgelt, welches einmalig beim Kauf eines Investmentfonds anfällt. Bei Rentenfonds beträgt die Vertriebsprovision oftmals ca. drei Prozent, bei Aktienfonds sind es oftmals ca. fünf Prozent. Je nach Fonds kann der Ausgabeaufschlag höher oder niedriger ausfallen. Kaufen Sie Ihren Investmentfonds über FondsClever.de bei der ebase, dann können Sie sich diese Gebühr sparen. Denn bei FondsClever.de erhalten Sie über 6.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

Beispiel: Sie planen 10.000 € in einen Aktienfonds mit einem fünfprozentigen Ausgabeaufschlag anzulegen, dann sparen Sie rund 480,- € (gerechnet nach der Nettomethode). Sie partizipieren somit bereits ab dem 1. Euro von einer möglichen Rendite.

Verwaltungsvergütung oder Managementgebühr

Investmentfonds­gesellschaften erheben für Firmenanalysen, für das Controlling und insbesondere die Entlohnung des Fondsmanagements eine Verwaltungsvergütung, manchmal auch Managementgebühr genannt. Diese wird in Prozentpunkten auf Jahressicht angegeben. Die Verwaltungsvergütung wird anteilig und ratierlich direkt aus dem gesamten Fondsvolumen entnommen. Sie „verschlechtert“ somit die Wertentwicklung des Investmentfonds. Wenn Sie die Wertentwicklung eines Fonds im Internet sehen, ist in der Regel die Verwaltungsvergütung bereits mit eingerechnet. Sie sehen somit die tatsächliche „Netto-Wertentwicklung“ des Fonds. Eine gesonderte Abrechnung erhalten Sie für die Zahlung der Verwaltungsvergütung jedoch keine. Einzusehen ist die Höhe der Verwaltungsvergütung in den wesentlichen Anlegerinformationen eines Fonds.

Aktienfonds ca. 0,8% bis 2,5%
Mischfonds ca. 0,8% bis 2,5%
Rentenfonds ca. 0,5% bis 1,3%
Offene Immobilienfonds ca. 0,5% bis 2%

Die dargestellten Werte sind Durchschnittswerte und können entsprechend auch abweichen.

Depotbankvergütung

Die Depotbankvergütung wird auf jährlicher Basis berechnet. Sie stellt die Aufwandsentschädigung für die laufenden Kosten der Depotbank dar und variiert in der Höhe je nach Fonds. Die Depotbank verwahrt und verwaltet die einzelnen Wertpapiere eines Fonds. Die Depotbankgebühr wird direkt aus dem gesamten Fondsvolumen entnommen und beeinflusst somit die Wertentwicklung des Fonds. Eine gesonderte Abrechnung erhalten Sie nicht – wie auch bei der Verwaltungsvergütung.

Performance-Fee

Zusätzlich zur üblichen Managementgebühr kann eine Performance-Fee anfallen. Sie ist eine erfolgsabhängige Vergütung im Falle einer überdurchschnittlichen Leistung eines Fondsmanagers. Um diesen Bonus zu erhalten, muss der Fondsmanager eine vorher festgelegte Mindestrendite erzielen. Die Mindestrendite wird anhand der Anlagestrategie des Investmentfonds festgelegt und ist im Fondsprospekt definiert. Die Performance-Fee erlaubt der Fondsgesellschaft bis zu 25 % der über der festgelegten Mindestrendite erzielten Erträge einzubehalten. Nicht jeder Investmentfonds hat eine solche Performance-Fee. Es gibt Richtlinien wie hoch die Erhebung der Performance-Fee sein darf. Sofern der Fonds in den letzten fünf Jahren Verlust gegenüber seiner Benchmark gemacht hat, muss diese zunächst aufgeholt werden. Sind die Verluste gegenüber der Benchmark nicht aufgeholt, darf die Fondsgesellschaft auch keine Performance-Fee erheben. Die Abrechnungsperiode muss zudem auf mindestens 12 Monate festgelegt werden. Die Performance-Fee wird in den wesentlichen Anlegerinformationen veröffentlicht.

TER – Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote)

Die Total Expense Ratio (TER) bezeichnet die zusätzlich zum einmaligen Kauf anfallenden jährlichen Kosten eines Investmentfonds. Im Gegensatz zu den Managementkosten umfasst die TER auch die Kosten für Werbung, den Wirtschaftsprüfer, Druckkosten, Anwaltskosten, die Kosten im Zusammenhang mit der Jahresbericht­erstellung, Kosten der Geschäftsführung und ähnliches. Die TER beinhaltet die Depotbankgebühren. Sie umfasst allerdings nicht die beim Kauf sowie Verkauf zu entrichtenden Aufwendungen durch den Anleger! Anhand der TER lassen sich die Kostenstrukturen verschiedener Investmentfonds miteinander vergleichen. Der Anleger sollte allerdings zusätzlich auch die Transaktionskosten berücksichtigen. Grundsätzlich soll die TER für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit der laufenden Kosten von Fonds sorgen.

All-in-Fee

Die All-in-Fee umfasst sämtliche in Zusammenhang mit einem Fondserwerb anfallenden Kosten, mit Ausnahme des Ausgabeaufschlags. In erster Linie fasst die All-in-Fee die Management- sowie die Depotbankgebühren zusammen. Zusätzlich berücksichtigt sie weitere nicht zu vernachlässigende Kostenblöcke, wie z. B. Transaktionskosten oder mögliche Erfolgsgebühren (Performance Fee), die in der TER nicht enthalten sind. Nicht abgedeckt sind lediglich bei in der Schweiz beheimateten Fonds die im Inland anfallenden Gebühren sowie ausländische Nebenkosten für den An- und Verkauf der Anlagen. Für Luxemburger Fonds schließt die All-in-Fee allein die durch Drittbanken und Broker belasteten Courtagen und Gebühren sowie eventuelle Steuern und Abgaben aus.

ETF-Transaktionsentgelt

Nicht nur bei aktiv gemanagten Investmentfonds, sondern auch bei passiven Investmentfonds (Exchange Traded Funds – ETF) entstehen für den Anleger Kosten. Die Transaktionskosten bei einem ETF fallen, im Gegensatz zu aktiven gemanagten Investmentfonds, sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf an. Für Sparpläne, Kauf / Verkauf fällt ein einheitliches volumenabhängiges Transaktionsentgelt in Höhe von 0,20 % vom Transaktionsvolumen an. Alle Order werden nicht zu den Fondspreisen der Kapital­verwaltungs­gesellschaft (KVG) abgerechnet, sondern zu den vom Market Maker gelieferten Kauf- und Verkaufskursen. Hinzu kommen, wie bei aktiv gemanagten Investmentfonds, laufende Kosten, wie z. B. All-in-Fee. Diese bewegen sich üblicherweise zwischen 0 % und 0,5 % pro Jahr.

Depotführungsentgelt

Das Depotführungsentgelt bezeichnet eine Gebühr, die von einer Bank für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapierbeständen und/oder Fondsanteilen verlangt wird. Die Berechnungsgrundlagen sind hierbei verschieden. Das Depotführungsentgelt kann als Festgebühr, gestaffelt nach Höhe des Depotbestands oder in Promille des Depotbestands bemessen werden. Ab einem Depotbestand von 25.000,- € Depotwert erstattet Ihnen FondsClever.de die Depotgebühr bei der ebase. Nicht berücksichtigt werden Fonds von Union Investment, Deka Investment sowie ETFs. Maßgeblich ist Ihr durchschnittlicher Depotbestand. Am Ende einen jeden Jahres prüft die ebase ob die Rahmenbedingungen erfüllt sind. Ist das der Fall, werden keine Depotgebühren seitens der ebase einbehalten.

Ex-Post Kosteninformation

Seit dem 01.01.2019 sind alle Finanzinstitute und Finanzdienstleister gemäß EU-Finanzmarktrichtlinie II dazu verpflichtet dem Kunden eine Ex-Post Kosteninformation zur Verfügung zu stellen. Bei der Ex-Post Kosteninformation handelt es sich um eine Aufstellung der im Zusammenhang mit Ihrem Depot tatsächlich angefallenen Kosten und Nebenkosten sowie Zuwendungen für den genannten Berichtszeitraum. Grundlage hierfür sind die konkreten Anlagebeträge oder Durchschnittswerte Ihres Depots. Sie erhalten eine Aufstellung über die aggregierten Produkt- und Dienstleistungskosten der im Fonds-Depot verwahrten Finanzinstrumente sowie die Kosten der Wertpapierdienstleistungen. Die Kosten und Nebenkosten sind in der Regel den einzelnen Finanzinstrumenten direkt zugeordnet. Die Darstellung erfolgt sowohl in Prozent vom Durchschnittsbestand als auch als absolute Brutto-Beträge (inkl. MwSt.) in Euro. Zusätzliche Kosten, wie z. B. das Depotführungsentgelt werden separat ausgewiesen. Alle im genannten Berichtszeitraum ausgeführten Geschäftsvorfälle werden für sämtliche Berechnungen zugrunde gelegt.

Kosten eines Investmentfonds

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