Das sind die Kosten eines Investmentfonds!

Kosten eines InvestmentfondsHäufig stellen sich Anleger die Frage: „Was kosten Investmentfonds überhaupt?“. Zugegebenermaßen sind die Kosten eines Investmentfonds  für viele Anleger teilweise schwer verständlich, sollten aber in der Investmententscheidung eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen. Daher haben wir für Sie im Folgenden eine Aufstellung der wichtigsten Kosten eines Investmentfonds zusammengestellt.

Kosten eines Investmentfonds im Überblick

Vertriebsprovision

Die Vertriebsprovision, auch bekannt als Ausgabeaufschlag, ist ein Entgelt, welches einmalig beim Erwerb eines Investmentfonds anfällt.
Sie beträgt in der Regel drei Prozentpunkte bei Rentenfonds und fünf Prozentpunkte bei Aktienfonds. Bei einem Erwerb Ihres Investmentfonds über FondsClever.de können Sie sich diese Gebühr allerdings sparen. Hier erhalten Sie rund 6.500 Investmentfonds mit 100% Sofortrabatt auf den Ausgabeaufschlag! Bei einer Anlage von 10.000 € in einen Aktienfonds mit einem fünfprozentigen Ausgabeaufschlag bedeutet das für Sie eine Ersparnis von rund 500€.

Verwaltungsvergütung oder Managementgebühr

Investmentfondsgesellschaften erheben für Firmenanalysen, für das Controlling und insbesondere die Bezahlung des Managements eine Verwaltungsvergütung, manchmal auch Managementgebühr genannt. Diese wird in Prozentpunkten auf Jahressicht angegeben. Die Verwaltungsvergütung wird anteilig und ratierlich von der Performance des Fonds abgezogen und direkt aus dem gesamten Fondsvolumen entnommen. Sie „verschlechtert“ somit die Wertentwicklung des Investmentfonds. Die Höhe der Verwaltungsvergütung unterscheidet sich nach der Art des Fonds:

Aktienfonds ca. 0,8% bis 3%
Rentenfonds ca. 0,5% bis 1,3%
Offene Immobilienfonds ca. 0,5% bis 2%

Depotbankgebühren

Die Depotbankgebühr ist ein Bestandteil der Managementgebühr. Sie wird auf jährlicher Basis berechnet. Sie stellt die Aufwandsentschädigung für die laufenden Kosten der Depotbank dar und variiert in der Höhe, abhängig von der Verwaltungsgebühr. Die Höhe der Verwaltungsgebühr und der Depotbankgebühr werden von den Fondsgesellschaften im Verkaufsprospekt veröffentlicht. Die Depotbankgebühr wird, wie auch die Verwaltungsgebühr, direkt aus dem gesamten Fondsvolumen gezahlt und beeinflusst somit die Wertentwicklung des Fonds.

Performance Fees

Zusätzlich zur üblichen Managementgebühr kann eine Performance Fee anfallen. Sie ist eine Art Bonus im Falle einer überdurchschnittlichen Leistung eines Fondsmanagers. Um diesen Bonus zu erhalten, muss der Fondsmanager eine vorher festgelegte Mindestrendite erzielen. Die Mindestrendite wird anhand der Anlagestrategie des Investmentfonds festgelegt und ist im Fondsprospekt definiert. Die Performance Fee erlaubt der Fondsgesellschaft bis zu 25% der über der festgelegten Mindestrendite erzielten Erträge einzubehalten.

TER – Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote)

Das TER bezeichnet die zusätzlich zum einmaligen Kauf anfallenden jährlichen Kosten eines Investmentfonds. Im Gegensatz zu den Managementkosten umfasst das TER auch die Kosten für Werbung, den Wirtschaftsprüfer, Druckkosten, Anwaltskosten, die Kosten im Zusammenhang mit der Jahresberichterstellung, Kosten der Geschäftsführung und ähnliches. Das TER beinhaltet die Depotbankgebühren. Sie umfasst allerdings nicht die beim Kauf sowie Verkauf zu entrichtenden Aufwendungen durch den Anleger! Anhand des TER lassen sich die Kostenstrukturen verschiedener Investmentfonds miteinander vergleichen, der Anleger sollte allerdings zusätzlich auch die Transaktionskosten berücksichtigen. Darüber hinaus soll das TER für mehr Transparenz sorgen.

All-in-fee

Die All-in-fee umfasst sämtliche in Zusammenhang mit einem Fondserwerb anfallenden Kosten, mit Ausnahme des Ausgabeaufschlags. In erster Linie fasst die All-in-fee die Management- sowie die Depotbankgebühren zusammen. Zusätzlich berücksichtigt sie weitere nicht zu vernachlässigende Kostenblöcke, wie z.B. Transaktionskosten oder mögliche Erfolgsgebühren (Performance Fee), die in der TER nicht enthalten sind. Nicht abgedeckt sind lediglich bei in der Schweiz beheimateten Fonds die im Inland anfallenden Gebühren sowie ausländische Nebenkosten für den An- und Verkauf der Anlagen. Für Luxemburger Fonds schließt die All-in-fee allein die durch Drittbanken und Broker belasteten Courtagen und Gebühren sowie eventuelle Steuern und Abgaben aus.

ETF-Transaktionsentgelt

Nicht nur bei aktiv gemanagten Investmentfonds, sondern auch bei passiven (ETF) entstehen für den Anleger Kosten. Die Transaktionskosten bei einem ETF fallen, im Gegensatz zu aktiven gemanagten Investmentfonds, sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf an. Für Sparpläne, Kauf / Verkauf fällt ein einheitliches volumenabhängiges Transaktionsentgelt in Höhe von 0,20 % vom Transaktionsvolumen an. Alle Order werden nicht zu den Fondspreisen der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) abgerechnet, sondern zu den vom Market Maker gelieferten Kauf- und Verkaufskursen. Hinzu kommen, wie bei aktiv gemanagten Investmentfonds, laufende Kosten, wie z.B. All-in-fee. Diese bewegen sich üblicherweise zwischen 0% und 0,5% pro Jahr.

Depotgebühren

Die Depotgebühr bezeichnet eine Gebühr, die von einer Bank für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapierbeständen und/oder Fondsanteilen verlangt wird. Die Berechnungsgrundlagen sind hierbei verschieden. Die Depotgebühr kann als Festgebühr, gestaffelt nach Höhe des Depotbestands oder in Promille des Depotbestands bemessen werden.

Auf welche Kosten Sie als Anleger das Hauptaugenmerk richten sollten, hängt zu einem Großteil von Ihrem Anlagehorizont ab. So sollten Sie sich bei einer langfristigen Anlage eher für den Investmentfonds mit den niedrigeren Verwaltungsgebühren entscheiden, bei einer kurzfristigen für den mit dem geringeren Ausgabeaufschlag.

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