Gold-Fonds als Vermögensanlage

Warum Gold-Fonds in unsicheren Zeiten attraktiv für Anleger sind

Gold-Fonds
Gold-Fonds sind Investmentfonds, die unter anderem in Goldminen und andere Gold verarbeitende Unternehmen, in das Edelmetall Gold selbst sowie Gold-bezogene Wertpapiere investieren. Erfahren Sie, warum Gold zur Vermögensanlage attraktiv ist und was Gold-Fonds bieten.

Faszination Gold

Das gelb-glänzende Edelmetall zieht die Menschheit seit Jahrtausenden in seinen Bann. Neben seinem Glanz und seinen besonderen physikalischen Eigenschaften ist Gold auch im Kontext der Geldanlage einzigartig.

Gold ist seit jeher ein universell akzeptiertes Zahlungsmittel. Schon die alten Griechen und die Römer nutzten Gold als Währung. Viele Papierwährungen, die Jahrhunderte später folgten, waren zur Absicherung mit Gold unterlegt. Ein Geldschein beinhaltete das Recht, gegen den Gegenwert in Gold eingetauscht zu werden. Diese Absicherung einer Währung mit Gold wird als Goldstandard oder als Goldbindung bezeichnet.

Ferner dient Gold der Wertaufbewahrung: Arbeitsleistung und Sachwerte können gegen Gold getauscht werden. Der Wert ist damit festgehalten: Der Gold-Besitzer kann sein Gold zu einem späteren Zeitpunkt wieder gegen Arbeitsleistung oder Sachwerte tauschen.

Gold hat für sicherheitsorientierte Anleger eine Versicherungsfunktion

In heutigen Zeiten, die beispielsweise durch Zinsen nahe Null Prozent und unerwartete politische Ereignisse geprägt sind, dient Gold als „sicherer Hafen“. Zum einen können Anleger die Funktion des Goldes als Instrument der Wertaufbewahrung zur Absicherung nutzen.

Zum Anderen können Anleger Gold nutzen, um das Risiko eines Investmentportfolios zu diversifizieren (zu streuen). Denn die Wertentwicklung von Gold stand in der Vergangenheit häufig in negativem Zusammenhang mit beispielsweise dem Deutschen Aktienindex (DAX). Das heißt, dass ein Anstieg des Goldpreises oft mit einem Fall des DAX zusammenhing und umgekehrt. Ein Anleger, der sowohl in den DAX als auch in Gold investiert war, konnte so sein Portfolio stützen und vor allzu großen Schwankungen bewahren. Experten raten daher jedem Anleger, dem eigenen Portfolio Gold beizumischen. Mit fünf bis zehn Prozent Gold sollte das eigene Portfolio an Stabilität gewinnen und weniger im Wert schwanken.

Doch physisches Gold ist faul

Ein wesentlicher Vorteil von Gold-Fonds gegenüber dem Edelmetall Gold ist, dass diese Erträge erwirtschaften. Denn

„Gold ist faul“ – Warren Buffett, Starinvestor.

Sie können Geld in Gold anlegen, doch ein Goldbarren wird auch nach langer Zeit noch ein Goldbarren sein. Der Goldbarren erwirtschaftet keine Zinsen oder Dividenden. Zudem wollen Goldbarren, Goldmünzen und Goldnuggets professionell verwahrt werden. Klassischerweise bieten sich Bankschließfächer an. Diese sind ab etwa 20 Euro pro Jahr zu haben. Meist wird noch eine besondere Versicherung für den Inhalt des Schließfaches benötigt, deren Kosten ebenfalls zu berücksichtigen sind.

Börsengehandelte Goldunternehmen dagegen können Anlegern eine Dividende zahlen. Ferner können Aktienkurse von Goldunternehmen überproportional steigen, wenn das betreffende Unternehmen neue Goldreserven entdeckt oder der Goldpreis ansteigt. Allerdings kann der Anleger auch Kapital verlieren, da Goldvorkommen zu großen Teilen in Ländern liegen, die politisch nicht so stabil sind wie die westlichen Industrieländer. Gold-Fonds können dieses Risiko streuen.

Was bieten Gold-Fonds Privatanlegern?

Mit Gold-Fonds können Sie an der Wertentwicklung von erfolgreichen Goldunternehmen teilhaben. Hauptsächlich investieren die professionellen Fondsmanager in Aktien von Goldminen und Unternehmen, die Goldvorkommen erforschen. Darüber hinaus existieren Fonds, die neben in Gold auch in Silber oder weitere Edelmetalle investieren. Die Wertentwicklung ist somit nicht von einer einzigen Goldminenaktie abhängig.

Da der Gesetzgeber Investmentfonds zur Risikostreuung verpflichtet, darf die Kapitalverwaltungsgesellschaft nur bis zu 30 Prozent des Fondsvermögens in physischem Gold halten.

Zudem ist das Vermögen der Anleger gesetzlich geschützt. Das Anlagevermögen muss als sogenanntes Sondervermögen von einer Depotbank verwahrt werden und ist im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft dem Zugriff der Gläubiger verschlossen.

FondsClever.de empfiehlt daher, sich mit Gold-Fonds auseinanderzusetzen. Denn anders als bei einem Einzelinvestment in Gold-bezogene Wertpapiere streut die Anlage in Gold-Fonds das Risiko. Mit einem Sparplan ist ein Investment in Gold-Fonds bereits ab zehn Euro im Monat möglich!

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