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Fondsbesteuerung und Investmentsteuerreform

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Fondsbesteuerung und Investmentsteuerreform in Kürze:

  • Seit dem 01.01.2018 ist die neue Investmentsteuerreform in Kraft.
  • Vereinheitlichung der Besteuerung von inländischen und ausländischen Investmentfonds.
  • Einführung einer Vorabpauschale, vor allem bei thesaurierenden bzw. teilweise thesaurierenden Fonds.
  • Teilfreistellung für Fonds mit hohem Aktienanteil bzw. Immobilienanteil.
  • Freibetrag von 100.000,- € auf Kapitalerträge für vor 2009 gekaufte Investmentfonds.
Christian Gruber, Author bei DTW
Beitrag von Christian Gruber aktualisiert am 05.04.2022

Fondsbesteuerung ab 2018: Relevante Änderungen für den Anleger

Seit dem 01.01.2018 ist die neue Investmentsteuerreform in Kraft. Die Besteuerung von Erträgen bei Investmentfonds ist im Investmentsteuergesetz (InvStG) geregelt.

Hintergrund ist die Vereinheitlichung der Fondsbesteuerung von inländischen und ausländischen Kapitalanlage­gesellschaften auf Fondsebene.

Sowohl ETFs als auch klassische Investmentfonds sind betroffen. Es soll dadurch zu Erleichterungen bei der Fondsbesteuerung kommen und "Steuerschlupflöcher" geschlossen werden.

Als Nebeneffekt sollen durch die Änderungen der Fondsbesteuerung vom 01.01.2018 thesaurierende und ausschüttende Investmentfonds steuerlich weitestgehend gleichgestellt werden.

Welche Auswirkungen hat die Investmentsteuerreform aus dem Jahr 2018 für die Anleger?

Weitestgehend soll sich für den Sparer in Summe finanziell kein Unterschied ergeben. Zwar fällt die Fondsbesteuerung schon auf Ebene der Fondsgesellschaft an, diese Belastung wird jedoch über Sonderregelungen abgemildert.

Grundsätzlich sind die Erträge von Investmentfonds als "Einkünfte aus Kapitalvermögen" anzusehen. Sie unterliegen der Abgeltungssteuer (25 Prozent) sowie dem Solidaritätszuschlag und eventuell der Kirchensteuer.

Mit der Investmentsteuerreform aus dem Jahr 2018 wird ein sogenanntes "pauschales Besteuerungssystem" bei Publikumsfonds eingeführt.

Die Investmentsteuerreform gilt für alle erwirtschafteten Erträge ab dem 01.01.2018. Für Erträge davor, gilt nach wie vor die alte Rechtslage.

Erträge von Investmentfonds

Man kann die Erträge von Investmentfonds wie folgt unterteilen:

  • Ausschüttungen
  • Vorabpauschale
  • Gewinn oder Verlust bei Verkauf von Fondsanteilen.

Bei Fondserträgen gilt das Zuflussprinzip. Sie sind dann zu versteuern, wenn sie bei dem Anleger als zugeflossen gelten.

Gemäß dem Zuflussprinzip gilt die Ausschüttung dann als zugeflossen,

  • wenn der Fonds diese vornimmt und
  • dem Anleger vom depotführenden Kreditinstitut gutgeschrieben wird.

Beim Verkauf von Fondsanteilen ist - analog der Ausschüttung - der realisierte Gewinn bzw. Verlust im Jahr zu versteuern/ anzusetzen, wo der Verkauf stattgefunden hat.

Darüber hinaus führt der Gesetzgeber eine sogenannte "Vorabpauschale" auf nicht realisierte Kursgewinne ein.

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Die Vorabpauschale bei Fonds

Der Gesetzgeber will mit der Vorabpauschale sicherstellen, dass die Fondsanleger jährlich einen Mindestbetrag versteuern. Jedoch wird sie erst dann angewendet, wenn der Fonds die entsprechenden Erträge nicht oder "aus steuerlicher Sicht nicht in hinreichender Höhe" ausschüttet.

Die Vorabpauschale wird somit hauptsächlich bei thesaurierenden Fonds angewendet.

Die Vorabpauschale ist wirtschaftlich betrachtet eine vorweggenommene Besteuerung zukünftiger Wertsteigerungen.

Der steuerliche Zuflusszeitpunkt ist bei der Vorabpauschale gesetzlich vorgegeben!

1) Dem Anleger wird die Vorabpauschale angerechnet, sofern er am 31. Dezember eines Kalenderjahres in den Fonds investiert ist.

2) Die Vorabpauschale gilt dem Anleger erst am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres als zugeflossen.

Beispiel:

Für das Kalenderjahr 2020 gilt dem Anleger die Vorabpauschale zum 2. Januar 2021 als zugeflossen. Die Vorabpauschale ist somit für die Steuererklärung 2021 relevant.

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Die Berechnung der Vorabpauschale bei Fonds

Die Berechnung der Vorabpauschale bei Fonds ist oftmals nicht so einfach für den Anleger. Auch wenn der Gesetzgeber dies mit der Investmentsteuerreform beabsichtigt hatte.

Die Berechnung der Vorabpauschale erfolgt mittels einer Formel.

Vorabpauschale = Basisertrag - Ausschüttung des letzten  Kalenderjahres

Die Vorabpauschale kann nicht negativ werden!

In der Regel übernimmt die depotführende Bank die Berechnung und setzt die Vorabpauschale entsprechend direkt an.

Basisertrag

Der Basisertrag soll eine risikolose Marktverzinsung widerspiegeln. Entsprechend hat der Gesetzgeber folgende Formel vorgegeben:

Basisertrag = 70 % des jährlichen Basiszinses x Rücknahmepreis der Fondsanteile zum Jahresbeginn des vorangegangenen Kalenderjahrs

Der in der Formel verwendete Basiszins wird von der Bundesbank zur Jahresbeginn ermittelt. Er entspricht der Rendite langlaufender öffentlicher Anleihen. Veröffentlicht wird er von dem Bundesfinanzministerium der Finanzen.

Bei einer späteren Veräußerung der Fondsanteile werden die vom Anleger versteuerten Vorabpauschalen vom tatsächlichen Veräußerungsgewinn abgezogen.

In Jahren mit einer negativer Fondsperformance wird keine Vorabpauschale erhoben.

Beispiel Berechnung Vorabpauschale bei Investmentfonds

Zur Berechnung des Beispiels der Vorabpauschale bei Investmentfonds ziehen wir den Basiszins für das Jahr 2019 in Höhe von 0,52 % heran. Darüber hinaus kommt keine Teilfreistellung sowie keine Ausschüttung zur Anwendung.

Berechnung der Vorab­pauschale je Fondsanteil
Rücknahme­preis des Fonds zu Jahresanfang 2019:50,- €
Rücknahme­preis des Fonds zu Jahresende 2019:55,- €
Wert­steigerung im Jahr 2019:55,- € - 50,- € =5,- €
Basiszins im Jahr 2019:0,52 %
Basisertrag:50,- € x (70 % von 0,52 %) =0,182 €

Die Wertsteigerung in 2019 ist höher als der Basisertrag. Entsprechend bemisst sich die Vorabpauschale in voller Höhe des Basisertrages.

Ist die Wertentwicklung der Fondsanteile geringer ist als der Basisertrag, dann ist die Wertsteigerung die zu versteuernde Vorabpauschale.

Sofern der Fonds eine Ausschüttung vorgenommen hat, ist der Basisertrag um die Ausschüttung zu reduzieren.

Beispiel mit Ausschüttung (je Fondsanteil):

Vorabpauschale = Basisertrag (0,182 €) - Ausschüttung (0,082 €) = 0,10 €

Erfolgt der Kauf der Fondsanteile unterjährig, dann vermindert sich entsprechend die Vorabpauschale um ein Zwölftel für jeden vollen Monat, der dem Monat des Erwerbs vorangeht. Kauft der Anleger den Fonds beispielsweise im März eines Jahres, darf er die Vorabpauschale um 2/12 kürzen.

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Erklärvideo zum Thema Vorabpauschale

Zum Thema der Berechnung der Vorabpauschale bei thesaurierenden Investmentfonds hat der Deutsche Fondsverband (BVI) ein Erklärvideo veröffentlicht.

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Neuerungen durch die Steuerreform auf Fondsebene

Die Fondsbesteuerung sieht zum Beispiel vor, dass inländische und ausländische Fonds seit 2018 mit 15 % besteuert werden. Diese Besteuerung findet insbesondere Anwendung auf inländische Dividenden sowie inländische Mieterträge und Gewinne aus dem Verkauf von inländischen Immobilien.

Um eine Doppelbesteuerung zu verhindern, gibt es künftig Teilfreistellungen von Dividendenzahlungen und Veräußerungsgewinnen auf Ebene des Anlegers.

FondskategorieTeilfreistellungssatzTeilfrei­stellungs­satz
Aktienfonds mit mind. 51 % Aktienanteil30 %
Mischfonds mit mind. 25 % Aktienanteil15 %
Immobilienfonds mit mind. 51 % in Immobilien60 %
Immobilienfonds (Anlage­schwerpunkt Ausland) mit mind. 51 % ausländischer Immobilien80 %
Sonstige InvestmentfondsKeine Teil­freistellung

Nehmen wir nun das obige Beispiel ohne Ausschüttung als Grundlage für die nachfolgende Berechnung der Steuerlast. Annahme ist, dass es sich um einen Aktienfonds mit mind 51 % Aktienanteil handelt. Es wird somit eine Teilfreistellung von 30 % angewendet. Darüber hinaus benötigen wir die Abgeltungssteuer inkl. Solidaritätszuschlag von 26,375 %.

Beispiel Vorabpauschale mit Teilfreistellung:

Steuerlast = Abgeltungssteuer inkl. Solidaritätszuschlag (26,375 %) x (0,7 x 0,182 €) = 0,0336 €

Investmentsteuerreform bei Verkauf

Mit der Einführung der Investmentsteuerreform ändert sich auch die Berechnung der Steuern beim Verkauf eines Fonds.

Wurden im Laufe der Haltedauer eines Fonds Vorabpauschalen einbehalten bzw. abgeführt, werden diese beim Verkauf der Fondsanteile vollumfänglich angerechnet.

Daraus ergibt sich, dass sich während der Haltedauer eines Fonds Unterschiede ergeben. Ausschüttende und thesaurierende Fonds werden nämlich während der Haltedauer unterschiedlich steuerlich belastet. Erst beim Verkauf erfolgt eine "Angleichung".

Übergangsphase und Freibeträge ab 2018:

Der bisherige Bestandsschutz für Fondsanteile („sog. Alt-Anteile“), die Privatanleger vor 2009 erworben haben, entfiel zum 31.12.2017. Die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen unrealisierten Kursgewinne bleiben auch zukünftig steuerfrei.

Der Gesetzgeber besteuert die ab dem 01.01.2018 entstehenden Veräußerungsgewinne, gewährt aber einen persönlichen Freibetrag in Höhe von 100.000 €. Erst Gewinne, die diesen Betrag übersteigen, lösen eine Besteuerung aus.

Haftungsausschluss FondsClever.de

Dieser Blog stellt keine steuerliche Beratung dar. Bitte wenden Sie sich bei steuerlichen Fachfragen an Ihren Steuerberater. Wertpapieraufträge werden von der DTW GmbH als Betreiber von FondsClever.de vermittelt bzw. für Sie ausgeführt (beratungsfreies Geschäft). Auf Empfehlungen und Beratungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren verzichten wir, damit wir Ihnen äußerst attraktive Konditionen anbieten können. Die DTW GmbH als Betreiber von FondsClever.de erbringt keine Anlageberatung (execution only) oder Steuerberatung. Alle Daten sind unverbindlich und ohne Gewähr.

Quellen:
Allianz Global Investors Steuerbroschüre: Investmentfonds und Steuern:
https://de.allianzgi.com/de-de/service/steuern

Deutscher Fondsverband BVI:
https://www.bvi.de/

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